In verschiedenen Quellen werden für den Juni eine ganze Reihe von Meteorströmen (s. a. Wikipedia) vorhergesagt, die aber fast alle nur sehr schwach ausgeprägt sind und mit einer Rate von oft weniger als eine Sternschnuppe pro Stunde aufwarten.

Interessant könnten diesen Monat aber die Juni-Lyriden werden, die vom 11. bis 21. Juni auftreten, und bei einem langjährigen mittleren Maximum von bis zu 5 Meteoren/Stunde am 16. Juni liegen. Allerdings erreichte dieser Sternschnuppenstrom in den letzten Jahren diese Rate in keinster Weise. Der letzte nennenswerte Auftritt war 1996. Der abnehmende Mond (Vollmond am 9.6.) verschlechtert dieses Jahr die Beobachtung der sehenswerten Sternschnuppen in der zweiten Nachthälfte. Die Juni-Lyriden sind meist weiß bis blau und bilden lange Schweife, ihr Radiant liegt im Sternbild Leier (lat. Lyra).

Ein weiterer Strom könnte in den Nächten um den 27. Juni noch eine Überraschung bringen. Die Juni-Bootiden, deren Ursprung die Staubspur des Kometen 7P/Pons-Winnecke ist, der alle 6 1/2 Jahre die Sonne umkreist. Manchmal trifft die Erde gleich auf mehrere Staubspuren des Kometen, dann kommt es zu richtigen Ausbrüchen von 50 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde. In anderen Jahren sind gar keine Sternschnuppen zu sehen. Zwischen 1929 und 1998 waren die Juni-Bootiden komplett verschwunden, um dann plötzlich doch wieder zu erscheinen.
Der Radiant der Juni-Bootiden liegt im Sternbild Bärenhüter (lat. Bootes), das am Abend schon sehr hoch am Himmel steht. Der noch junge zunehmende Mond, vier Tage nach Neumond, sollte sich nur in der ersten Nachthälfte als störend erweisen.

Jetzt müssen die Sternschnuppen nur noch kommen. Hoffen wir das Beste!