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Seit Juni 1992 existiert auf einer Anhöhe über dem Nordostufer des Starnberger Sees eine kleine Sternwarte. Auf dem Grundstück der Gemeinde Berg stehen abseits störender Lichtquellen eine Beobachtungskuppel und zwei Rolldachhütten. Die Gebäude beherbergen verschiedenste Teleskope für die Himmelsbeobachtung: vom 5-Zoll-Refraktor bis zum 16-Zoll-Schmidt-Cassegrain-Spiegelteleskop. Mittlerweile zählt der Verein fast 80 Mitglieder, von denen einige in ehrenamtlicher Arbeit an den öffentlichen Führungen mitwirken.


Beim nächsten Vollmond, am 15. Juni 2011, wird über Deutschland ein besonderes Himmelsschauspiel zu beobachten sein: Eine totale Mondfinsternis! Wenn in Berg um 21:09 Uhr der Mond am Südosthorizont aufgeht, befindet er sich bereits teilweise im Schatten der Erde. Zum Zeitpunkt der Totalität, um 22:13 Uhr, leuchtet er vollständig in einem schwachen kupferroten Licht. Dies stammt von Sonnenstrahlen, die von der Erdatmosphäre gestreut werden und auf den Mond treffen. Nach Mitternacht wandert unser Trabant immer weiter aus dem Erdschatten, bis er sich um ca. 1:00 Uhr wieder in seiner normalen Farbe zeigt.

Bei klarem Himmel wird die Sternwarte am 15. Juni von 21 Uhr bis Mitternacht geöffnet sein. Besucher werden die Möglichkeit haben, das Ereignis mit verschiedenen Instrumenten - vom Fernglas bis zum Spiegelteleskop - zu beobachten.

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Bei herrlichem Frühlingswetter öffneten wir anlässlich des deutschlandweiten Astronomietages am Samstag, den 9. April 2011 unsere Türen. Bereits am Nachmittag kamen zahlreiche Besucher, um die Sonne an verschiedenen Teleskopen mit Spezialfiltern zu beobachten. Auf dem Gestirn konnte man an diesem Tag zwei markante Sonnenflecken und am Sonnenrand einige spektakuläre Protuberanzen (Materieströme) erkennen.

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Viele Kinder nutzten unser Begleitprogramm und bastelten unter Anleitung verschiedene Sonnenuhren, nahmen an einem Computer-Astroquiz teil oder ließen sich das Sonnensystem an einem Styropor-Modell erklären. Die Erwachsenen nutzten die Zeit, um sich das Gelände bei Tag anzusehen, Fragen zu stellen oder mit den Sternwarten-Mitgliedern über astronomische Themen zu fachsimpeln.

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Am Abend ging es dann weiter. Um 21 Uhr wurden die Teleskope zunächst auf die zunehmende Mondsichel ausgerichtet. Im "Meer der Heiterkeit" und im "Meer der Ruhe" konnten die Gäste viele Krater und Gebirge erkunden. Am östlichen Horizont wartete anschliessend eine weitere Attraktion: der Gasplanet Saturn mit seinen beeindruckenden Ringen! Etwas später wurden dann die lichtschwächeren "Deep Sky"-Objekte wie Sternhaufen, Galaxien und planetarischen Nebel dem Publikum vorgestellt.

Mit insgesamt 160 Besuchern, von denen viele bald wieder vorbeischauen möchten, war der Astronomietag 2011 ein voller Erfolg!

Das Team der Christian-Jutz-Volkssternwarte Berg bedankt sich an dieser Stelle für das große Interesse und die zahlreichen Spenden!

Derzeit ist die Beobachtungskuppel aufgrund altersbedingter Schäden im Bodenaufbau gesperrt. Wir hoffen jedoch, nach entsprechenden Renovierungsarbeiten, unsere Hauptattraktion bald wieder öffnen zu können.

(Fotos: Benno Ruhdorfer und Stefan Schmid)

Zum diesjährigen Tag der Astronomie 2011 öffnen wir am Samstag den 9. April unsere Pforten.

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Am Nachmittag kann von 14 bis 16 Uhr an mehreren Teleskopen die Sonne beobachtet werden. In der Nacht zeigen wir dann zwischen 21 und 23 Uhr den Besuchern den Sternenhimmel über Berg. Beide Veranstaltungen finden natürlich nur bei klarem Himmel statt.

Die Volkssternwarte Berg ist jetzt auch in Facebook vertreten. Wir freuen uns über Ihren Besuch!