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Seit Juni 1992 existiert auf einer Anhöhe über dem Nordostufer des Starnberger Sees eine kleine Sternwarte. Auf dem Grundstück der Gemeinde Berg stehen abseits störender Lichtquellen eine Beobachtungskuppel und zwei Rolldachhütten. Die Gebäude beherbergen verschiedenste Teleskope für die Himmelsbeobachtung: vom 5-Zoll-Refraktor bis zum 16-Zoll-Schmidt-Cassegrain-Spiegelteleskop. Mittlerweile zählt der Verein fast 80 Mitglieder, von denen einige in ehrenamtlicher Arbeit an den öffentlichen Führungen mitwirken.


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Auch dieses Jahr beteiligt sich die Sternwarte Berg am deutschlandweiten Astronomietag, der diesmal am 25. März 2017 stattfindet.

Das Sternwartengelände an der Lindenallee in Aufkirchen wird an diesem Tag bereits um 14 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet.
Am Nachmittag können die Besucher zunächst mit speziellen Teleskopen einen Blick auf die Sonne werfen. Besondere Filter ermöglichen dabei eine ungefährliche Beobachtung von Sonnenflecken und Protuberanzen. Aber auch helle Sterne sind bereits am Tag sichtbar. Für Kinder und Jugendliche gibt es ein Begleitprogramm mit Sonnenuhrenbasteln, Astroquiz und Demonstration eines Sonnensystem-Modells.

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Das Motto lautet dieses Mal "Sehenswertes entlang der Sonnenbahn".

Diese gedachte Linie beschreibt den Weg unserer Sonne im Laufe eines Jahres vor dem Himmelshintergrund. Auf dieser Bahn liegen bekannte Sternbilder, wie zum Beispiel Stier, Zwillinge und Krebs. Aber auch die Planeten unseres Sonnensystems sind hier zu finden.

So zeigt sich Ende März der sonnennächste Planet Merkur nach Sonnenuntergang (ab ca. 19 Uhr) tief über dem Westhorizont. Dies ist die einzig günstige Abendsichbarkeit von Merkur in diesem Jahr! Mit zunehmender Dunkelheit ist momentan auch der rote Planet Mars im Sternbild Widder zu finden. Kurz nach 20 Uhr geht der Gasriese Jupiter am Osthorizont auf.

Aber auch außerhalb unseres Sonnensystems gibt es viel zu entdecken! Zahlreiche Sternhaufen, galaktische Nebel und sogar Millionen Lichtjahre entfernte Galaxien können mit den Teleskopen der Sternwarte beobachtet werden.

Alle Führungen sind an diesem Tag kostenlos und finden nur bei klarem Himmel statt.

Die Veranstaltung der Christian-Jutz-Volkssternwarte Berg ist ein Beitrag zum bundesweiten Astronomietag, der von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS), der größten amateurastronomischen Vereinigung in Deutschland, initiiert und unterstützt wird.

Am 16. September 2016 findet eine eher unscheinbare Halbschattenfinsternis des Mondes statt. Dabei tritt der Mond um 18:53 Uhr in den Halbschatten der Erde ein und verläßt diesen wieder um 22:54 Uhr. Der Beginn der Finsternis ist in Berg nicht zu sehen, da der Mond erst um 19:30 Uhr aufgeht.
Aber selbst im Maximum der Verfinsterung um 20.54 Uhr, wird man nur eine sehr schwache Verdunkelung des Mondes ausmachen können.

Am 9. Mai 2016 konnte in Berg ein seltenes Himmelsphänomen beobachtet werden: ein Merkurtransit. Der innerste Planet Merkur befand sich dabei für einige Stunden genau zwischen Erde und Sonne.

Los ging es um genau 13:12 Uhr. Am linken Rand der Sonnenscheibe erschien ein kleiner schwarzer Schatten, der langsam nach rechts unten wanderte.

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Über 30 Mitglieder und Besucher beobachteten das Ereignis mit den zahlreichen Sonnenteleskopen der Sternwarte.

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Ab 16 Uhr zog der Himmel langsam zu und es wurde immer schwieriger, den Planeten vor der Sonnenscheibe zu erkennen. Das hatte aber keinen Einfluß auf die gute Stimmung an der Lindenallee!

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Für alle, die das Ereignis verpasst haben, gibt es einen kleinen Trost: Am 11. November 2019 wäre die nächste Gelegenheit, einen Merkurtransit zu sehen!

(Fotos: Hans-Christian Lemm, Benno Ruhdorfer)

Seit Mitte Oktober 2015 steht unseren Mitgliedern und Besuchern ein neues Teleskop zur Verfügung. Mit einer Öffnung von 16 Zoll (40 cm) und einer Brennweite von 4 Metern handelt es sich um das leistungsfähigste optische Instrument, dass je auf der Sternwarte Berg eingesetzt wurde!

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Das Schmidt-Cassegrain Spiegelteleskop LX200 der Firma Meade ist eine Spende des ehemaligen Leiters der Münchner Sternwarte, Peter Stättmayer. Er betrieb das Gerät über viele Jahre in seiner privaten Beobachtungshütte in Herrsching am Ammersee. Nach Auflösung der Station stellte er unserer Sternwarte das Teleskop - inklusive einer tragfähigen Montierung - zur Verfügung. Im Gegenzug beteiligten sich unsere Mitglieder am Abriss des alten Gebäudes.

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In den letzten Monaten wurde das Gerät umfangreich umgebaut und die Berger Rolldachhütte für das neue Teleskop vorbereitet. So wurde die Montierung mit neuen Motoren und einer dazu passenden Steuerung ausgestattet und in der Hütte ein neuer Betonsockel gegossen.

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Nach Montage, umfangreicher Justage und Tests ist unser neues Flaggschiff mit dem Namen "Peter 16" jetzt einsatzbereit. Wir freuen uns darauf, unseren Besuchern den Himmel über Berg jetzt noch näher bringen zu können!  

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Fotos: Benno Ruhdorfer