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Nachdem in den Monaten Februar und März keine besonders ergiebigen Sternschnuppenströme zu sehen waren, ist im Monat April wieder ein stärkerer Sternschnuppenstrom zu beobachten: Die Lyriden (auch April-Lyriden genannt).Lyriden
Wie der Name schon sagt, ist der Radiant des Stroms im Sternbild Leier (lat. Lyra) zu finden.
Der Strom ist etwa vom 16. bis zum 25.04. aktiv. Sein Maximum 2017 wird mit einer Rate von bis zu 18 Sternschnuppen je Stunde in den frühen Morgenstunden des 23. April erwartet.
Der Mond zeigt dieses Jahr am 23.4. eine abnehmende Sichel und geht erst gegen 5:00 Uhr morgens auf. Somit sind die Beobachtungsbedinungen bis zum Mondaufgang als sehr gut zu bezeichnen.

Mit unter gibt es starke Schwankungen in der Rate der Sternschnuppen - so z.B. 1982 mit 90 Meteoren/Stunde. Damals wurden kurzzeitig bis zu 300 Sternschnuppen pro Minute registriert.
Ein anderer nennenswerter Aktivitätsanstieg fand im Jahr 1922 ebenfalls mit 90 Meteoren/Stunde statt.

Der Ursprung der Lyriden sind die Staubteilchen auf der Bahn des Kometen C/1861 G1 (Thatcher), eines Kometen mit einer Sonnenumlauzeit von 415 Jahren.

Die ersten schriftlichen Belege für diesen Sternschnuppenstrom stammen aus dem Jahre 687 v. Chr. aus chinesischen Quellen. Man berichtete davon, dass Sterne wie Regen vom Himmel fielen.

Bild: Radiant Lyriden Erstellt mit Stellarium, Quellen: Wikipedia, Vereinigung der Sternenfreunde

170325 Astrotag2017 Banner

Auch dieses Jahr beteiligt sich die Sternwarte Berg am deutschlandweiten Astronomietag, der diesmal am 25. März 2017 stattfindet.

Das Sternwartengelände an der Lindenallee in Aufkirchen wird an diesem Tag bereits um 14 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet.
Am Nachmittag können die Besucher zunächst mit speziellen Teleskopen einen Blick auf die Sonne werfen. Besondere Filter ermöglichen dabei eine ungefährliche Beobachtung von Sonnenflecken und Protuberanzen. Aber auch helle Sterne sind bereits am Tag sichtbar. Für Kinder und Jugendliche gibt es ein Begleitprogramm mit Sonnenuhrenbasteln, Astroquiz und Demonstration eines Sonnensystem-Modells.

170325 Astrotag

Das Motto lautet dieses Mal "Sehenswertes entlang der Sonnenbahn".

Diese gedachte Linie beschreibt den Weg unserer Sonne im Laufe eines Jahres vor dem Himmelshintergrund. Auf dieser Bahn liegen bekannte Sternbilder, wie zum Beispiel Stier, Zwillinge und Krebs. Aber auch die Planeten unseres Sonnensystems sind hier zu finden.

So zeigt sich Ende März der sonnennächste Planet Merkur nach Sonnenuntergang (ab ca. 19 Uhr) tief über dem Westhorizont. Dies ist die einzig günstige Abendsichbarkeit von Merkur in diesem Jahr! Mit zunehmender Dunkelheit ist momentan auch der rote Planet Mars im Sternbild Widder zu finden. Kurz nach 20 Uhr geht der Gasriese Jupiter am Osthorizont auf.

Aber auch außerhalb unseres Sonnensystems gibt es viel zu entdecken! Zahlreiche Sternhaufen, galaktische Nebel und sogar Millionen Lichtjahre entfernte Galaxien können mit den Teleskopen der Sternwarte beobachtet werden.

Alle Führungen sind an diesem Tag kostenlos und finden nur bei klarem Himmel statt.

Die Veranstaltung der Christian-Jutz-Volkssternwarte Berg ist ein Beitrag zum bundesweiten Astronomietag, der von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS), der größten amateurastronomischen Vereinigung in Deutschland, initiiert und unterstützt wird.

Am 16. September 2016 findet eine eher unscheinbare Halbschattenfinsternis des Mondes statt. Dabei tritt der Mond um 18:53 Uhr in den Halbschatten der Erde ein und verläßt diesen wieder um 22:54 Uhr. Der Beginn der Finsternis ist in Berg nicht zu sehen, da der Mond erst um 19:30 Uhr aufgeht.
Aber selbst im Maximum der Verfinsterung um 20.54 Uhr, wird man nur eine sehr schwache Verdunkelung des Mondes ausmachen können.

Zwar werden in verschiedenen Quellen für den Juni eine ganze Reihe von Meteorströmen (s. a. Wikipedia) vorhergesagt, die aber fast alle nur sehr schwach ausgeprägt sind und mit einer Rate von oft weniger als eine Sternschnuppe pro Stunde aufwarten.

Interessant könnten diesen Monat aber die Juni-Lyriden werden, die vom 11. bis 21. Juni auftreten - mit einem langjährigen mittleren Maximum von bis zu 5 Meteoren/Stunde am 16. Juni. Allerdings erreichte dieser Sternschnuppenstrom in den letzten Jahren diese Rate in keinster Weise. Der letzte nennenswerte Auftritt war 1996. Der zunehmende Mond (Vollmond am 20.6.) verschlechtert dieses Jahr die Beobachtung der sehenswerten Sternschnuppen in der ersten Nachthälfte. Die Juni-Lyriden sind meist weiß bis blau und bilden lange Schweife, ihr Radiant liegt im Sternbild Leier (lat. Lyra).

Ein weiterer Strom könnte in den Nächten um den 27. Juni noch eine Überraschung bringen. Die Juni-Bootiden, deren Ursprung die Staubspur des Kometen 7P/Pons-Winnecke ist, der alle 6 1/2 Jahre die Sonne umkreist. Manchmal trifft die Erde gleich auf mehrere Staubspuren des Kometen, dann kommt es zu richtigen Ausbrüchen von 50 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde. In anderen Jahren sind gar keine Sternschnuppen zu sehen. Zwischen 1929 und 1998 waren die Juni-Bootiden komplett verschwunden, um dann plötzlich doch wieder zu erscheinen.
Der Radiant der Juni-Bootiden liegt im Sternbild Bärenhüter (lat. Bootes), das am Abend schon sehr hoch am Himmel steht. Nur der abnehmende Mond, eine Woche nach Vollmond, könnte sich in der zweiten Nachthälfte als störend erweisen.

Jetzt müssen die Sternschnuppen nur noch kommen. Hoffen wir das Beste!

Am 9. Mai 2016 konnte in Berg ein seltenes Himmelsphänomen beobachtet werden: ein Merkurtransit. Der innerste Planet Merkur befand sich dabei für einige Stunden genau zwischen Erde und Sonne.

Los ging es um genau 13:12 Uhr. Am linken Rand der Sonnenscheibe erschien ein kleiner schwarzer Schatten, der langsam nach rechts unten wanderte.

160509 Merkurtransit Christian

Über 30 Mitglieder und Besucher beobachteten das Ereignis mit den zahlreichen Sonnenteleskopen der Sternwarte.

160509 Klaus

Ab 16 Uhr zog der Himmel langsam zu und es wurde immer schwieriger, den Planeten vor der Sonnenscheibe zu erkennen. Das hatte aber keinen Einfluß auf die gute Stimmung an der Lindenallee!

160509 Merkur Team

Für alle, die das Ereignis verpasst haben, gibt es einen kleinen Trost: Am 11. November 2019 wäre die nächste Gelegenheit, einen Merkurtransit zu sehen!

(Fotos: Hans-Christian Lemm, Benno Ruhdorfer)