Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Juni 2017

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist nur noch teilweise am Firmament zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur steht im Juni zu nahe an der Sonne - er ist diesen Monat nicht sichtbar. Am 21. Juni erreicht er seine obere Konjunktion. Von der Erde aus gesehen, steht Merkur dann genau hinter der Sonne.

Venus ist weiterhin Morgenstern. Am Monatsanfang geht sie gegen 3:30 Uhr auf, am Monatsende dann schon gegen 3:00 Uhr morgens. Die Helligkeit nimmt dabei von ca. -4,5mag auf -4,2mag leicht ab.

Mars erreicht im Juli seine Konjunktionsstellung. Das bedeutet, dass er von der Erde aus genau hinter der Sonne steht. Er ist bis September für das blose Auge nicht sichtbar.

Jupiter ist der Planet der ersten Nachthälfte. Der Riesenplanet steht schon in der Abenddämmerung mehr als 30° über dem Südhorizont und verlegt seine Untergänge von etwa 3:15 Uhr  am 1. Juni auf etwa 1:15 Uhr Ende Juni. Mit einer Helligkeit von rund -2,3mag bis -2,1mag, ist er nach dem Mond das hellste Objekt am Abendhimmel. Somit ist jetzt die beste Zeit den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Saturn erreicht am 15. Juni seine Oppositionsstellung. Dabei steht der Planet auf einer Linie mit der Sonne und der Erde. Es ist auch der geringste Abstand zur Erde. Am Monatsanfang geht der 0,1 mag helle Saturn gegen 22:30 Uhr auf, am Monatsende dann schon gegen 21:30 Uhr. Auf seiner Bahn erreicht er aber nur eine maximale Höhe von etwa 18° über dem Südhorizont.
Wer einen Blick auf den Ringplaneten werfen möchte, hat diesen Monat die Möglichkeit dazu.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Mai 2017

Sterne

Zu Beginn der Nacht ist der Grosse Wagen, der ein Teil des Sternbilds Grosser Bär ist, im Zenit zu finden. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren zwei Kastensterne etwa fünfmal nach Norden, trifft man im Sternbild Kleiner Wagen auf einen besonderen Stern: Polaris, auch Polarstern genannt. Etwas westlich davon schlängelt sich das eher unscheinbare Sternbild Drache am Himmel.

Blickt man weiter nach Westen, kann man noch die typischen Sterne und Konstellationen des Winters erkennen: Kapella im Sternbild Fuhrmann und Castor und Pollux, die die Köpfe des Sternbilds Zwillinge darstellen.

Verfolgt man den Tierkreis Richtung Süden, trifft man auf bekannte Sternbilder: Den Krebs mit dem Sternhaufen Krippe oder Praesepe, den Löwen mit dem hellen Stern Regulus und die Jungfrau mit der entfernten Sonne Spika.

Im Südosten fällt der rötliche Stern Arkturus im Sternbild Bootes auf. Er bildet zusammen mit Spika und Regulus das Frühlingsdreieck.

Über dem Osthorizont zeigen sich schliesslich die Sternbilder Nördliche Krone mit seinem hellen Stern Gemma sowie die Sternbilder Herkules und Leier.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Katzenaugennebel NGC6543: Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, Entfernung: 3200 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht in unseren Breiten im Mai nicht den nötigen Horizontabstand vor Sonnenaufgang, um sich gegen die helle Dämmerung durchzusetzen. Er ist im Mai nicht beobachtbar.

Die Venus  ist weiterhin Morgenstern. Sie kann sich mit ihrer Helligkeit von etwa -4,6mag, trotz der flach am Osthorizont liegenden Ekliptik, gegen die Morgendämmerung durchsetzten. Sie geht am Monatsanfang gegen 4:30 Uhr, am Monatsende dann bereits gegen 4:00 Uhr auf und ist dann jeweils etwa eine dreiviertel Stunde zu sehen.

Der rote Planet Mars beendet nun seinen Himmelsauftritt. Nur an den ersten Maiabenden kann man den Roten Planeten bei guten Bedingungen noch knapp über dem Westhorizont als blasses Lichtpünktchen erkennen.

Der Riesenplanet Jupiter ist schon am Abend gut zu sehen. Bereits in der Abenddämmerung (Monatsanfang ca 21:00 Uhr, Monatsende 21:30 Uhr) erscheint der Planet, der mit -2,4mag nach Sonne, Mond und Venus das hellste Gestirn am Nachthimmel ist. Gute Bedingungen also, den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Der Ringplanet Saturn erreicht im Juni seine Oppositionsstellung und ist derzeit zwischen den Sternbildern Schütze und Skorpion zu finden. Am Monatsanfang steigt der Planet gegen 0:45 Uhr im Südosten über den Horizont - am Monatsende dann schon gegen 22:30 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.
Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im April 2017

Sterne

Blicken wir an einem Aprilabend nach Norden, fällt besonders der markante Grosse Wagen auf. Zu dieser Jahreszeit erreicht er in den Abendstunden seine grösste Höhe, steht jedoch “auf dem Kopf”. Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Kastensternen etwa fünfmal Richtung Horizont, so trifft man auf den Polarstern.

Im Westen verabschieden sich die Wintersternbilder von der Himmelsbühne. Stier, Orion und Grosser Hund sind nur noch am frühen Abend gut zu sehen.

Hoch am Himmel zeigen sich die Konstellationen Fuhrmann, Zwillinge und Krebs. Sie haben jetzt eine sehr gute Position für astronomische Beobachtungen.

Im Süden steht momentan das sehr ausgedehnte, aber relativ unauffällige Sternbild der Wasserschlange. Richtung Osten sind bereits die charakteristischen Sterne des Frühlings zu finden. Besonders sehenswert ist das sogenannte Frühlingsdreieck, das aus den hellen Sternen Spica in der Jungfrau, Arkturus im Bärenhüter (Bootes) und Regulus im Löwen aufgebaut ist.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M35: Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2700 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur kann Anfang April am Abendhimmel beobachtet werden. Unter guten Sichtbedingungen ist der Planet bis etwa 6. April kurz nach Sonnenuntergang im Westen zu sehen. Er geht aber schon kurz danach im horizontnahen Dunst verloren. Schon am 20.04. überholt Merkur die Erde auf seiner Bahn und wechselt dann an den Morgenhimmel.

Die Venus hat am 25.03. die Erde auf ihrer Innenbahn überholt und wird nun am Morgenhimmel sichtbar. Am Monatsanfang geht sie kurz vor sechs Uhr morgens im Osten auf - am Monatsende dann schon gegen 4:30 Uhr.

Mars ist weiterhin am Abendhimmel zu finden. Er entfernt sich immer weiter von der Erde, so dass er immer unscheinbarer am Himmel leuchtet. Seine Untergangszeit bleibt konstant bei etwa 23:00 Uhr.

Der Riesenplanet Jupiter beherrscht jetzt den Nachthimmel. Im Sternbild Jungfrau stehend, erreicht er am 7. April seine Oppositionsstellung (Er steht von der Erde aus gesehen genau gegenüber der Sonne), und ist somit die ganze Nacht sichtbar. Also sehr gute Bedingungen, um den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Der Ringplanet Saturn ist im April der Planet der 2. Nachthälfte. Er geht zu Monatsbeginn um etwa 2:30 Uhr mit dem Sternbild Schütze auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 0:30 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat April Dienstags und Freitags erst ab 21:00 Uhr geöffnet ist. Am Karfreitag (gesetzlicher Feiertag) bleibt die Sternwarte geschlossen!

Der Sternenhimmel im März 2017

Sterne

Direkt unter dem Polarstern und dem Kleinen Bären findet man in diesem Monat die Sternbilder Kepheus und Drache.

Schwenkt man weiter nach Westen, fällt zunächst die W-förmige Struktur der Kassiopeia auf. In direkter Nachbarschaft kann man auch das Sternbild Perseus und die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei erkennen.

Genau im Westen befindet sich der aufrecht orientierte Kopf des Stiers. Auffällig ist sein rotes Auge, der 65 Lichtjahre entfernte rote Riesenstern Aldebaran. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich auch die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Auf dem linken Horn des Stiers ist ein weiteres markantes Sternbild förmlich „aufgespiesst“: Der Fuhrmann mit dem 42 Lichtjahre entfernten Stern Kapella. Mit einem Teleskop kann man in dieser Himmelsregion auch drei sehr auffällige offene Sternhaufen beobachten.

Weiter im Süden sind zwei dominante Wintersternbilder zu finden: Der antike Jäger Orion und der Große Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Etwas höher über dem Südhorizont sind drei Sternbilder des Tierkreises aufgereiht: Die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux, der Krebs mit dem prächtigen offenen Sternhaufen Praesepe und der Löwe mit dem über 70 Lichtjahre entfernten Stern Regulus.

Tief im Osten zeigen sich schon die Vorboten des Frühlings. Das Sternbild Jungfrau und der Bärenhüter, auch Bootes genannt, mit dem hellen Riesenstern Arkturus. Hoch im Nordosten finden wir schliesslich eine der bekanntesten Sternenformationen der nördlichen Hemisphäre: den Großen Wagen. Diese Struktur, die in Nordamerika auch "The big dipper" (deutsch: "Der große Löffel") genannt wird, ist Teil des ausgedehnten Sternbilds Großer Bär.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • Riegel: Mehrfachsternsystem im Sternbild Orion, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • Mizar/Alkor: Doppelstern im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 80 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht im März eine gute Abendsichtbarkeit. Etwa ab dem 20. März erreicht Merkur am Ende der bürgerlichen Dämmerung eine Höhe von ca. 5° über dem Westhorizont. Diese Höhe steigert sich bis zum Monatsende sogar auf ca. 12°.
Der Planet sollte bei dieser Höhe über dem Horizont leicht aufzufinden sein.

Die Venus beendet in diesem Monat ihre Zeit als Abendstern. Noch bis etwa 22. März ist sie am Westhimmel zu finden. Mit ihrer Helligkeit von -4,6mag ist sie unübersehbar!

Der Planet Mars hält sich im März weiterhin am Abendhimmel auf. Dabei wandert er vom Sternbild Fische in den Widder. Seine Untergangszeit bleibt konstant bei etwa 22:00 Uhr.

Der Riesenplanet Jupiter wird jetzt der Planet der ganzen Nacht. Er steht im Sternbild Jungfrau und geht im Osten schon gegen 21:37 Uhr MEZ auf. Am 31. März erscheint er dann schon gegen 20:21 Uhr MESZ. Mit einer Helligkeit von -2,5mag ist der größte Planet unseres Sonnensystems eine imposante Erscheinung am Himmel.

Der Ringplanet Saturn ist im März in der zweiten Nachthälfte sichtbar. Etwa um 3:20 Uhr MEZ geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Schütze auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann zum Monatsende bis auf etwa 2:25 Uhr MESZ.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.
Am 26.3.2017 um 2:00 Uhr morgens, wird die Zeit um eine Stunde auf 3:00 Uhr Sommerzeit vorgestellt.
Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Februar 2017

Sterne

Im Norden fallen zunächst die markanten Sternbilder Kassiopeia und der Große Bär (bzw. Große Wagen) auf. Zu dieser Jahreszeit befinden sich beide Sternbilder in der ersten Nachthälfte auf fast gleicher Höhe über dem Horizont. In ihrer Mitte ist der Polarstern zu finden.

Im Westen verabschiedet sich Andromeda mit der imposanten Andromedagalaxie von der Bühne der Nacht. In den nächsten Monaten wird das Sternbild nur noch am Taghimmel erscheinen und für uns nicht mehr zu beobachten sein. Lässt man seinen Blick vom “Himmels-W” Kassiopeia westwärts zum Sternbild Perseus wandern, fällt auf halbem Weg ein nebliger Fleck auf. Dies sind die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei, die sich in einer Entfernung von über 7000 Lichtjahren befinden. Weiter südlich stößt man auf den Stier. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Der Südhimmel wird jedoch von zwei anderen Sternbildern beherrscht: Dem antiken Jäger Orion und dem Großen Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Hoch im Osten ist in dunklen Nächten das eher unscheinbare Sternbild Krebs auszumachen. Mit einem Fernglas kann man in dessen Mitte einen prächtigen Sternhaufen mit dem Namen Praesepe (lat. für Krippe) finden. Tiefer am östlichen Horizont beginnt der Löwe seinen langen Marsch über den Nachthimmel. Sein hellster Stern, der über 70 Lichtjahre entfernte Regulus, befindet sich bei den Vorderpfoten des Raubtiers.

Blickt man in den Wintermonaten genau Richtung Zenith, fällt auf, dass alle hellen Sterne des Abendhimmels eine geschlossene Struktur bilden: das sogenannte Wintersechseck. Diese Konstellation ist aus folgenden Sternen aufgebaut: Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier. In der Mitte des Sechsecks ist der rote Riesenstern Beteigeuze eingebettet.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M46: Offener Sternhaufen mit planetarischem Nebel, Entfernung: 5500 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Millionen Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im Februar nicht beobachtbar.

Die Venus ist im Februar weiterhin Abendstern. Sie erreicht eine Helligkeit von -4,6mag und ist am Abendhimmel nicht zu übersehen. Ihre Untergangszeit verfrüht sich im Februar leicht von 21:31 Uhr auf 21:19 Uhr.

Mars ist unweit der Venus am Abendhimmel zu finden. Mit 1,3mag ist das nur mehr etwa 5 Bogensekunden kleine Scheibchen des Planeten aber weit unscheinbarer als die helle Venus. Seine Untergangszeit ist den ganzen Monat hindurch kurz vor 22:00 Uhr.

Der Riesenplanet Jupiter steht im Februar nahe dem Stern Spika im Sternbild Jungfrau. Der -2,2mag helle Planet erreicht am 6. Februar seinen Stillstand und beginnt dann sich relativ zum Sternenhimmel gegenläufig (also westwärts)  zu bewegen. Am Monatsanfang geht Jupiter gegen 23:30, am Monatsende dann bereits gegen 21:40 Uhr auf.

Der Ringplanet Saturn ist auch im Februar am Morgenhimmel sichtbar.
Etwa um 5:00 Uhr geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Schlangenträger auf und bewegt sich bis zum 24. Februar ins Sternbild Schütze. Sein Aufgang verfrüht sich dann zum Monatsende bis auf kurz vor halb vier Uhr morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.