Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im März 2017

Sterne

Direkt unter dem Polarstern und dem Kleinen Bären findet man in diesem Monat die Sternbilder Kepheus und Drache.

Schwenkt man weiter nach Westen, fällt zunächst die W-förmige Struktur der Kassiopeia auf. In direkter Nachbarschaft kann man auch das Sternbild Perseus und die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei erkennen.

Genau im Westen befindet sich der aufrecht orientierte Kopf des Stiers. Auffällig ist sein rotes Auge, der 65 Lichtjahre entfernte rote Riesenstern Aldebaran. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich auch die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Auf dem linken Horn des Stiers ist ein weiteres markantes Sternbild förmlich „aufgespiesst“: Der Fuhrmann mit dem 42 Lichtjahre entfernten Stern Kapella. Mit einem Teleskop kann man in dieser Himmelsregion auch drei sehr auffällige offene Sternhaufen beobachten.

Weiter im Süden sind zwei dominante Wintersternbilder zu finden: Der antike Jäger Orion und der Große Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Etwas höher über dem Südhorizont sind drei Sternbilder des Tierkreises aufgereiht: Die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux, der Krebs mit dem prächtigen offenen Sternhaufen Praesepe und der Löwe mit dem über 70 Lichtjahre entfernten Stern Regulus.

Tief im Osten zeigen sich schon die Vorboten des Frühlings. Das Sternbild Jungfrau und der Bärenhüter, auch Bootes genannt, mit dem hellen Riesenstern Arkturus. Hoch im Nordosten finden wir schliesslich eine der bekanntesten Sternenformationen der nördlichen Hemisphäre: den Großen Wagen. Diese Struktur, die in Nordamerika auch "The big dipper" (deutsch: "Der große Löffel") genannt wird, ist Teil des ausgedehnten Sternbilds Großer Bär.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • Riegel: Mehrfachsternsystem im Sternbild Orion, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • Mizar/Alkor: Doppelstern im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 80 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht im März eine gute Abendsichtbarkeit. Etwa ab dem 20. März erreicht Merkur am Ende der bürgerlichen Dämmerung eine Höhe von ca. 5° über dem Westhorizont. Diese Höhe steigert sich bis zum Monatsende sogar auf ca. 12°.
Der Planet sollte bei dieser Höhe über dem Horizont leicht aufzufinden sein.

Die Venus beendet in diesem Monat ihre Zeit als Abendstern. Noch bis etwa 22. März ist sie am Westhimmel zu finden. Mit ihrer Helligkeit von -4,6mag ist sie unübersehbar!

Der Planet Mars hält sich im März weiterhin am Abendhimmel auf. Dabei wandert er vom Sternbild Fische in den Widder. Seine Untergangszeit bleibt konstant bei etwa 22:00 Uhr.

Der Riesenplanet Jupiter wird jetzt der Planet der ganzen Nacht. Er steht im Sternbild Jungfrau und geht im Osten schon gegen 21:37 Uhr MEZ auf. Am 31. März erscheint er dann schon gegen 20:21 Uhr MESZ. Mit einer Helligkeit von -2,5mag ist der größte Planet unseres Sonnensystems eine imposante Erscheinung am Himmel.

Der Ringplanet Saturn ist im März in der zweiten Nachthälfte sichtbar. Etwa um 3:20 Uhr MEZ geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Schütze auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann zum Monatsende bis auf etwa 2:25 Uhr MESZ.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.
Am 26.3.2017 um 2:00 Uhr morgens, wird die Zeit um eine Stunde auf 3:00 Uhr Sommerzeit vorgestellt.
Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Februar 2017

Sterne

Im Norden fallen zunächst die markanten Sternbilder Kassiopeia und der Große Bär (bzw. Große Wagen) auf. Zu dieser Jahreszeit befinden sich beide Sternbilder in der ersten Nachthälfte auf fast gleicher Höhe über dem Horizont. In ihrer Mitte ist der Polarstern zu finden.

Im Westen verabschiedet sich Andromeda mit der imposanten Andromedagalaxie von der Bühne der Nacht. In den nächsten Monaten wird das Sternbild nur noch am Taghimmel erscheinen und für uns nicht mehr zu beobachten sein. Lässt man seinen Blick vom “Himmels-W” Kassiopeia westwärts zum Sternbild Perseus wandern, fällt auf halbem Weg ein nebliger Fleck auf. Dies sind die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei, die sich in einer Entfernung von über 7000 Lichtjahren befinden. Weiter südlich stößt man auf den Stier. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Der Südhimmel wird jedoch von zwei anderen Sternbildern beherrscht: Dem antiken Jäger Orion und dem Großen Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Hoch im Osten ist in dunklen Nächten das eher unscheinbare Sternbild Krebs auszumachen. Mit einem Fernglas kann man in dessen Mitte einen prächtigen Sternhaufen mit dem Namen Praesepe (lat. für Krippe) finden. Tiefer am östlichen Horizont beginnt der Löwe seinen langen Marsch über den Nachthimmel. Sein hellster Stern, der über 70 Lichtjahre entfernte Regulus, befindet sich bei den Vorderpfoten des Raubtiers.

Blickt man in den Wintermonaten genau Richtung Zenith, fällt auf, dass alle hellen Sterne des Abendhimmels eine geschlossene Struktur bilden: das sogenannte Wintersechseck. Diese Konstellation ist aus folgenden Sternen aufgebaut: Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier. In der Mitte des Sechsecks ist der rote Riesenstern Beteigeuze eingebettet.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M46: Offener Sternhaufen mit planetarischem Nebel, Entfernung: 5500 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Millionen Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im Februar nicht beobachtbar.

Die Venus ist im Februar weiterhin Abendstern. Sie erreicht eine Helligkeit von -4,6mag und ist am Abendhimmel nicht zu übersehen. Ihre Untergangszeit verfrüht sich im Februar leicht von 21:31 Uhr auf 21:19 Uhr.

Mars ist unweit der Venus am Abendhimmel zu finden. Mit 1,3mag ist das nur mehr etwa 5 Bogensekunden kleine Scheibchen des Planeten aber weit unscheinbarer als die helle Venus. Seine Untergangszeit ist den ganzen Monat hindurch kurz vor 22:00 Uhr.

Der Riesenplanet Jupiter steht im Februar nahe dem Stern Spika im Sternbild Jungfrau. Der -2,2mag helle Planet erreicht am 6. Februar seinen Stillstand und beginnt dann sich relativ zum Sternenhimmel gegenläufig (also westwärts)  zu bewegen. Am Monatsanfang geht Jupiter gegen 23:30, am Monatsende dann bereits gegen 21:40 Uhr auf.

Der Ringplanet Saturn ist auch im Februar am Morgenhimmel sichtbar.
Etwa um 5:00 Uhr geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Schlangenträger auf und bewegt sich bis zum 24. Februar ins Sternbild Schütze. Sein Aufgang verfrüht sich dann zum Monatsende bis auf kurz vor halb vier Uhr morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Januar 2017

Sterne

Beim Blick nach Norden befinden sich östlich bzw. rechts vom Polarstern die sieben Sterne des Großen Wagens. Diese Sternkonstellation ist Teil des größeren Sternbilds Großer Bär und wird in den nächsten Monaten immer höher am Abendhimmel zu finden sein.

Im Westen steht das ausgedehnte Herbstviereck, das aus den hellsten Sternen der Sternbilder Pegasus und Andromeda aufgebaut ist.

Über uns, nahe des Zenit, thronen die Sternbilder Perseus und Fuhrmann sowie das berühmte “Himmels-W” Kassiopeia.

Hoch im Süden zeigt sich der Stier mit seinem rötlichen Auge, dem Sternriesen Aldebaran. Etwas westlicher davon befindet sich das markante Siebengestirn der Plejaden. Unterhalb des Stiers prangt das beeindruckendste Sternbild der Wintermonate: Orion, der Jäger der Antike. Der zentrale Teil, drei nebeneinander liegende helle Sterne, symbolisieren den Gürtel des Helden. Links oberhalb der Gürtelsterne wird die rechte Schulter durch den roten Riesenstern Beteigeuze dargestellt. Schräg gegenüber befindet sich der linke Fuß des Jägers, der bläulich-weiße Stern Rigel. Der hellste Stern des Nachthimmels ist jedoch die rund 9 Lichtjahre entfernte Sonne Sirius im Sternbild Großer Hund, das unterhalb des Orion zu finden ist.

Über dem östlichen Horizont zeigen sich in den Januarabenden schon zwei weitere Sternbilder der Tierkreises: Der Krebs und die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre

  • M1: Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre Eskimonebel

  • NGC2392: Eskimonebel, planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 5000 Lichtjahre

  • M81: Bodes Galaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

 

Planeten

Der Planet Merkur erreicht am 19.01. seinen größten westlichen Winkelabstand zur Sonne (größte westliche Elongation). Es ergibt sich eine Morgensichtbarkeit.
Vom 06.01. bis zum 23.01. steht er zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung - wenn die Sonne noch 6° unter dem Horizont steht - schon in einer Höhe von mehr als 5° über dem Horizont.
Am Besten mit Hilfe eines Fernglases, sollte man das Lichtpünktchen am Südosthorizont aufspüren können, bevor der Planet wieder von der hellen Morgendämmerung verschluckt wird. Die Helligkeit des Merkurs steigt im Laufe dieser Mogensichtbarkeit von +0,8mag auf etwa -0,2mag, wobei er durch die dichten Luftschichten am Horizont wieder einiges an Helligkeit einbüßt.

Die -4.5mag helle Venus bleibt unübersehbar Abendstern am südwestlichen Abendhimmel. Am 12.01. erreicht sie mit 47,1° ihre größte östliche Elongation (Winkelabstand zur Sonne). Dabei rückt sie am Himmel immer weiter nach Osten auf den Planeten Mars zu. So könnte sich am 31. Januar ein schönes Bild am Himmel ergeben, wenn sich die schmale Mondsichel zu den zwei Planeten gesellt.

Mars findet man unweit der Venus am Abendhimmel. Der "rote Planet" entfernt sich immer weiter von der Erde, so dass seine Helligkeit im Laufe des Monats von 0,9 auf 1,1mag zurückgeht. Selbst mit einem Teleskop sind, auf dem bis Monatsende auf etwa 5,1 Winkelsekunden schrupfenden Planetenscheibchen, keine Einzelheiten mehr erkennbar.

Der Riesenplanet Jupiter ist der Planet der zweiten Nachthälfte. Er steht im Sternbild Jungfrau unweit des hellen Stern Spika. Er geht -2,1mag hell am Monatsanfang gegen 01:30 Uhr auf. Bis Monatsende verfrüht sich sein Aufgang bis auf 23:36 Uhr. Er ist nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel und somit am Morgenhimmel nicht zu übersehen.

Der Ringplanet Saturn erscheint im Januar wieder am Morgenhimmel.
Kurz vor 6:30 Uhr geht er am Monatsanfang auf. Der Aufgang des etwa 0,5mag hellen Planeten verfrüht sich dann bis zum Monatsende auf etwa 5:20 Uhr morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Dezember 2016

Sterne

Am östlichen Horizont zeigen sich bereits einige typische Wintersternbilder: Der Stier mit dem rötlichen Stern Aldebaran und dem auffälligen Siebengestirn (Plejaden). Der Fuhrmann mit der hellen Sonne Kapella und das Sternbild Orion mit den charakteristischen drei Gürtelsternen. Später am Abend zeigen sich auch noch die Zwillinge mit den markanten Sternen Kastor und Pollux.

Blickt man nach oben in Richtung Zenit, fallen zwei Sternbilder besonders auf: Das leicht zu findende “Himmels-W” Kassiopeia und Perseus, der die Form einer Astgabel hat.

Hoch im Südwesten findet man das ausgedehnte Sternbild Pegasus und Andromeda. In dunklen Nächten ohne Mondschein kann man in diesem Himmelsareal auch einen schwachen nebligen Fleck erkennen. Dies ist unsere Nachbargalaxie, die über 2 Millionen Lichtjahre entfernte Andromedagalaxie!

Im Westen verabschieden sich jetzt die Vertreter des Sommerhimmels. Nur noch in den ersten Abendstunden kann man die hellen Sterne des Sommerdreiecks sehen: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • Gamma Andromedae (Alamak): Doppelstern im Sternbild Andromeda, schöner Farbkontrast, Entfernung: 400 Lichtjahre

  • M33: Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre

  • M45: Plejaden, Offener Sternhaufen im Sternbild Stier, Entfernung: 440 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

  • M38, M36, M37: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • NGC7009: Planetarischer Nebel im Sternbild Wassermann, Entfernung: 2.400 Lichtjahre

  • M1: Krebsnebel, Supernovaüberrest, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht am 11. Dezember seine größte östliche Elongation (=größter Winkelabstand) zur Sonne mit 20,8° -  er wird kurzzeitig am Abendhimmel sichtbar. Die beste Beobachtungszeit ist zwischen dem 10. und 20. Dezember ab etwa 17:30 Uhr. Allerdings gewinnt Merkur dabei nur eine maximale Höhe von viereinhalb Grad über dem Südwesthorizont und verschwindet nach wenigen Minuten wieder im horizontnahen Dunst. Der Planet zieht sich dann auch sehr schnell wieder zurück - schon am 28.12. erreicht er seine untere Konjunktion, was bedeutet, dass er genau zwischen Sonne und Erde steht und somit nicht mehr beobachtbar ist.

Die Venus  bleibt  im Dezember Abendstern und dominiert mit ihrer Helligkeit (-4,2 bis -4,4mag) den frühen Abendhimmel. Venus steht am Monatsanfang nur 13° über dem Südwesthorizont, kann diese Höhe bis Monatsende aber auf etwa 24° vergrößern. Sie wechselt um den 7. Dezember vom Sternbild Schütze in den Steinbock. Am Monatsanfang geht sie gegen 19.15 Uhr unter, am Monatsende dann erst gegen 20:30 Uhr.

Mars ist ebenfalls am südwestlichen Abendhimmel sichtbar. Er durchquert im Dezember das Sternbild Steinbock und wechselt am 10. Dezember in den Wassermann. Zu Monatsbeginn geht der "rote" Planet gegen 21:30 Uhr, am Monatsende dann gegen 21:45 Uhr unter.

Der Riesenplanet Jupiter ist der Planet des Morgenhimmels. Er steht derzeit im Sternbild Jungfrau, etwas oberhalb Spica, des hellsten Stern des Sternbilds. Am Monatsanfang geht Jupiter gegen 3:00 Uhr auf, am Monatsende dann aber bereis gegen 1:30 Uhr.

Der Ringplanet Saturn erreicht am 10. Dezember seine Konjunktionsstellung - er befindet sich genau gegenüber der Sonne. Er ist praktisch den ganzen Monat nicht beobachtbar.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im November 2016

Sterne

Der Grosse Wagen hat in dieser Jahreszeit die tiefste Position über dem Nordhorizont. Darüber steht der Polarstern im Kleinen Wagen. Blickt man noch weiter Richtung Zenit, ist das auffällige “Himmels-W” Kassiopeia zu erkennen. In seiner aktuellen Ausrichtung erscheint das Sternbild jedoch als Buchstabe “M”.

In den frühen Abendstunden kann man noch die hellen Sterne des Sommerdreiecks finden: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Direkt über uns hat das Herbstviereck die zentrale Position des Nachthimmels eingenommen. Es besteht aus den markantesten Sternen des Sternbilds Pegasus.

Im Süden bemerkt man knapp über dem Horizont einen helleren Stern. Es handelt sich hier um die ferne Sonne Formalhaut im Sternbild Südlicher Fisch. Da dieser Stern in unseren Breiten nur Ende des Jahres zu finden ist, wird er auch Herbststern genannt.

Blickt man zum östlichen Himmel, kann man links (nördlich) vom Herbstviereck das Sternbild Andromeda erkennen. Direkt daneben und unterhalb von Kassiopeia befindet sich Perseus, der die Form einer Astgabel hat. Etwas tiefer über dem Horizont zeigen sich schon zwei typische Vertreter der Wintersternbilder: Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella und der Stier mit seinem “blutigem Auge”, dem roten Riesen Aldebaran.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • M33: Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre

  • M45: Plejaden, Offener Sternhaufen im Sternbild Stier, Entfernung: 440 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im November nicht beobachtbar. Er gewinnt zwar immer mehr Abstand zur Sonne, kann sich aber durch die flache Lage der Ekliptik am Abendhimmel nicht gegen die Dämmerung durchsetzen.

Die -4,2mag helle Venus ist weiterhin Abendstern und wechselt am 9. November vom Sternbild Schlangenträger in den Schützen. Zu Monatsbeginn geht Venus gegen 18:30 Uhr, am Monatsende erst gegen 19:15 Uhr unter. Mit ihrer enormen Helligkeit ist sie am Westhimmel fast nicht zu übersehen.

Mars wechselt  am 8. November vom Schützen ins Sternbild Steinbock. Er geht schon gegen 21:30 Uhr unter - man sollte also die frühen Abendstunden nutzen, den Planeten zu beobachten. Mars entfernt sich nun immer weiter von der Erde - damit geht auch ein Helligkeitsverlust von 0,3mag am Monatsanfang auf 0,6mag am Monatsende einher.

Der Riesenplanet Jupiter ist derzeit im Sternbild Jungfrau am Morgenhimmel zu finden. Mit  -1,8mag ist er nach Sonne und Mond das unübersehbar hellste Objekt am Morgenhimmel. Am Monatsanfang erscheint er ab ca 4:30 Uhr am Horizont, am Maonatsende geht er schon gegen 3:00 Uhr auf.

Der Ringplanet Saturn  nähert sich immer mehr der Sonne und könnte noch, unter günstigsten Bedingungen, am Monatsbeginn in der Abenddämmerung am westlichen Horizont kurz sichtbar werden. Am 10. Dezember erreicht er schon seine Konjunktionsstellung , (Konjunktion: Planet steht von uns aus gesehen genau hinter der Sonne) und wir Anfang nächsten Jahres wieder am Morgenhimmel sichtbar.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.