Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im August 2016

Sterne

In den Augustabenden sinkt der Große Wagen täglich ein kleines Stück näher zum Nordhorizont. Gleichzeitig steigt das „Himmels-W“, die Kassiopeia, stetig Richtung Zenit. Fast genau zwischen diesen beiden markanten Sternbildern steht der Polarstern. Da sich dieser Stern nahezu in der Verlängerung unserer Erdachse befindet, ist seine Position am Himmel zu jeder Uhr- und Jahreszeit fast gleich. Unmittelbar darüber kann man bei dunklem Himmel die Sternbilder Kepheus und Drache finden. Beim Blick Richtung Westen fällt der helle Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter auf. Hier handelt es sich um einen Roten Riesen, der etwa 37 Lichtjahre von uns entfernt ist. Tief im Süden zeigen sich im August die Sternbilder Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, in dessen Nähe sich sehr viele interessante Sternhaufen und Galaktische Nebel befinden. In ländlichen Gegenden, ohne störende Lichtquellen, kann man ein helles breites Band am Himmel erkennen, das vom Schützen im Süden, über den Schwan und die Leier im Zenit, bis zur Kassiopeia im Nordosten verläuft. Das ist die Milchstrasse - unsere Heimatgalaxie! Im Osten zeigen sich bereits Vorboten des Herbstes: Die Sternbilder des Himmelspferdes Pegasus und der äthiopischen Prinzessin Andromeda.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M24: Kleine Sagittariuswolke, Sternwolke im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M22: Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im August nicht beobachtbar.

Die Venus wird im August zum Abendstern. Der -3,9 mag helle Planet ist dann am Westhorizont schon während der Abenddämmerung zu sehen. Ihr Untergang ist am 1. August um etwa 21:45 Uhr (Sommerzeit), am Monatsende dann bereits gegen 20:50 Uhr. Im Fernrohr ist die Venus als ein winziges, fast volles Planetenscheibchen zu sehen.

Der Planet Mars ist schon in der Abenddämmerung am Südhimmel zu finden. Am Monatsanfang geht er gegen 1:30 Uhr, und am Monatsende schon gegen 23:15 Uhr (MESZ) unter.

Der Riesenplanet Jupiter beendet im August seinen Himmelsauftritt. Schon ab Mitte des Monats ist er nur noch in der abendlichen Dämmerung zu finden und gegen Ende des Monats kann er praktisch nicht mehr beobachtet werden.
Eine Gelegenheit ihn am hellen Dämmerungshimmel noch einmal zu sehen, bietet sich vielleicht noch am Samstag den 27.08. kurz vor 21:00 Uhr. Die Planeten Jupiter und Venus haben eine enge Begegnung. Das Schauspiel findet nur in geringer Höhe über dem in der Regel recht dunstigen Westhorizont statt. Die Sonne ist dann erst etwa eine dreiviertel Stunde untergegangen. Also denkbar schlechte Beobachtungsbedingungen! Aber vielleicht gelingt es einem ja doch, die beiden Lichtpünktchen zu erspähen. Die beiden Planeten nähern sich dann bis 23:00 Uhr MESZ auf nur 4 Winkelminuten Abstand (zum Vergleich: Vollmond = 30 Winkelminuten) an. Zu diesem Zeitpunkt sind sie bei uns aber leider schon untergegangen.

Der Ringplanet Saturn ist im August ebenfalls am Südhimmel zu finden. Am Monatsanfang geht er gegen 1.30 Uhr (MESZ) unter. Am Monatsende ist sein Untergang dann schon gegen 23:30 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat August  (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags ab 21:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juli 2016

 Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende. Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.

Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.

Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.

Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur ist im Juli nicht beobachtbar.

Auch die Venus und ist in diesem Monat nicht zu sehen.

Der Planet Mars ist schon in der Abenddämmerung rot-orange leuchtend über dem südlichen Horizont zu finden. Er steht im Sternbild Waage. Mars hat seine Oppositionsschleife beendet und bewegt sich nun immer schneller rechtsläufig in Richtung des Sterns Antares (Sternbild Skorpion).
Dabei entfernt sich der rote Planet immer mehr von der Erde. Dadurch nimmt seine Helligkeit und seine Größe immer mehr ab. Wer Mars beobachten will, sollte den Juli noch nutzen: Noch kann man verschiedene Oberflächendetails - gute Sicht vorausgesetzt - mit einem Teleskop erkennen.

Jupiter ist weiterhin am westlichen Abendhimmel zu sehen. Er steht im Sternbild Löwe, das aber jetzt immer früher am Abend untergeht. Höchste Zeit also, um noch einen letzten Blick auf den größten Planeten des Sonnensystems zu werfen!

Saturn ist am Abend über dem südlichen Horizont zu finden. Er befindet sich im Sternbild Schlangenträger, nahe dem hellen Stern Antares im Skorpion (links davon). Zu Monatsbeginn geht er gegen 3:40 Uhr unter, am Monatsende dann schon gegen 1:40 Uhr. Noch ist Zeit mit einem Feldstecher oder einem Teleskop den faszinierenden Anblick seines Ringsystems zu genießen.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass die Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juni 2016

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist nur noch teilweise am Firmament zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur steht am 5. Juni in größter westlicher Elongation. Trotz eines Winkelabstandes von 24°11' kommt es in unseren Breiten nicht zu einer Morgensichtbarkeit, da die Ekliptik derzeit so flach am Osthorizont steht, dass sich der Planet nicht gegen die dichten Luftmassen durchsetzen kann.

Venus steht zu nahe an der Sonne - Sie ist diesen Monat nicht sichtbar.

Mars beendet seine Oppositionsperiode, was auch an der stark zurückgehenden Helligkeit deutlich wird. Sie sinkt im Laufe des Juni von -2,0 mag auf -1,4 mag ab. Aus der zweiten Nachthälfte zieht sich Mars allmählich zurück. Am 1. geht er gegen 4.30 Uhr  unter, am 30. bereits gegen 1.20 Uhr. Die scheinbare Größe des Planetenscheibchens schrumpft im Laufe des Monats auf etwa 16".
Trotzdem sind die Beobachtungsmöglichkeiten als gut zu beschreiben - wenn das Wetter eine gute Sicht nach süden erlaubt.

Jupiter ist jetzt der Planet der ersten Nachthälfte. Der Riesenplanet verlegt seine Untergänge von etwa 2.20 Uhr  am 1. Juni auf etwa 23.30 Uhr Ende Juni. Seine Helligkeit geht im Juni um etwa 0,1 mag auf -1,9 mag zurück.

Saturn erreicht am 3. Juni seine Oppositionsstellung (Der Planet steht auf einer Linie mit Sonne und Erde, der Abstand zur Erde ist minimal). Am Monatsanfang geht der 0,0 mag helle Saturn gegen 21 Uhr auf, und geht morgens um 4:30 Uhr unter. Wegen der sehr flach liegenden Ekliptik erreicht er aber nur eine maximale Höhe von etwa 19° über dem Südhorizont.
Wer einen Blick auf den Ringplaneten werfen möchte hat diesen Monat die besten Möglichkeiten dazu.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Mai 2016

Sterne

Zu Beginn der Nacht ist der Grosse Wagen, der ein Teil des Sternbilds Grosser Bär ist, im Zenit zu finden. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren zwei Kastensterne etwa fünfmal nach Norden, trifft man im Sternbild Kleiner Wagen auf einen besonderen Stern: Polaris, auch Polarstern genannt. Etwas westlich davon schlängelt sich das eher unscheinbare Sternbild Drache am Himmel.

Blickt man weiter nach Westen, kann man noch die typischen Sterne und Konstellationen des Winters erkennen: Kapella im Sternbild Fuhrmann und Castor und Pollux, die die Köpfe des Sternbilds Zwillinge darstellen.

Verfolgt man den Tierkreis Richtung Süden, trifft man auf bekannte Sternbilder: Den Krebs mit dem Sternhaufen Krippe oder Praesepe, den Löwen mit dem hellen Stern Regulus und die Jungfrau mit der entfernten Sonne Spika.

Im Südosten fällt der rötliche Stern Arkturus im Sternbild Bootes auf. Er bildet zusammen mit Spika und Regulus das Frühlingsdreieck.

Über dem Osthorizont zeigen sich schliesslich die Sternbilder Nördliche Krone mit seinem hellen Stern Gemma sowie die Sternbilder Herkules und Leier.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Katzenaugennebel NGC6543: Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, Entfernung: 3200 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im Mai eigentlich nicht zu sehen, da er sich am Taghimmel befindet. Aber am 9. Mai läuft er genau zwischen Erde und Sonne und somit kann man zumindest seinen Schatten - unter Beachtung besonderer Schutzmaßnahmen gegen die helle Sonne - auf der Sonnenscheibe wandern sehen.
ACHTUNG! Nie ungeschützt in die Sonne schauen! Auch Teleskope, Ferngläser und Kameras benötigen eine spezielle Sonnenschutzfolie, damit die Optik und das eigene Augenlicht nicht zerstört wird!
Wir werden, wenn es das Wetter zulässt, eine Sonderveranstaltung in unserer Sternwarte durchführen.
Näheres dazu auf unserer Startseite.

Die Venus  ist auch im Mai nicht beobachtbar - sie steht zu nahe an der Sonne.

Der rote Planet Mars steht zunächst im Sternbild Skorpion und bewegt sich rückläufig (von West nach Ost) ins Sternbild Waage. Am 22. Mai erreicht er dann seine Oppositionsstellung (er steht von der Erde aus gesehen genau gegenüber der Sonne). Mars geht dann in der Abenddämmerung auf und in der Morgendämmerung unter. Das bedeutet auch, dass er den minimalsten Abstand zur Erde hat und die Beobachtungsverhältnisse in der zweiten Maihälfte optimal sind.

Der Riesenplanet Jupiter ist am Abend gut zu sehen. Am Monatsanfang geht er gegen gegen 4:30 Uhr, am Monatsende dann bereits gegen 2:30 Uhr im Westen unter.

Der Ringplanet Saturn erreicht im Juni seine Oppositionsstellung und ist derzeit Rückläufig im Sternbild Schlangenträger zu finden (er bewegt sich scheinbar in Richtung Osten gegenüber dem Fixsternhimmel) . Am Monatsanfang steigt der Planet gegen 23:20 Uhr im Südosten über den Horizont - am Monatsende dann schon gegen 21:10 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im April 2016

Sterne

Blicken wir an einem Aprilabend nach Norden, fällt besonders der markante Grosse Wagen auf. Zu dieser Jahreszeit erreicht er in den Abendstunden seine grösste Höhe, steht jedoch “auf dem Kopf”. Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Kastensternen etwa fünfmal Richtung Horizont, so trifft man auf den Polarstern.

Im Westen verabschieden sich die Wintersternbilder von der Himmelsbühne. Stier, Orion und Grosser Hund sind nur noch am frühen Abend gut zu sehen.

Hoch am Himmel zeigen sich die Konstellationen Fuhrmann, Zwillinge und Krebs. Sie haben jetzt eine sehr gute Position für astronomische Beobachtungen.

Im Süden steht momentan das sehr ausgedehnte, aber relativ unauffällige Sternbild der Wasserschlange. Richtung Osten sind bereits die charakteristischen Sterne des Frühlings zu finden. Besonders sehenswert ist das sogenannte Frühlingsdreieck, das aus den hellen Sternen Spica in der Jungfrau, Arkturus im Bärenhüter (Bootes) und Regulus im Löwen aufgebaut ist.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M35: Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2700 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur kann im April am Abendhimmel beobachtet werden. Unter guten Sichtbedingungen ist der -1,7 Mag helle Planet ab dem 4. April gegen 20:30 Uhr im Westen zu sehen. Er geht aber schon etwa gegen 20:45 Uhr im horizontnahen Dunst verloren, bevor er gegen 21:00 Uhr ganz unter dem Horizont verschwindet. Vom 10. bis zum 19. April ist er dann relativ leicht am Westhorizont zu finden, wobei er immer mehr an Helligkeit verliert. Am 19.4. geht Merkur dann gegen 22:20 Uhr unter. Nach dem 19. wird es dann wieder schwieriger den Planeten auszumachen. Am Monatsende ist es dann schon wieder vorbei mit Merkurs Auftritt am Abendhimmel.

Die Venus  ist weiterhin zu nahe an der Sonne um nachts sichtbar zu sein.

Mars ist am Nachthimmel zu finden und wandert immer mehr in die erste Nachthälfte. Am 1.4. geht er gegen 0:45 Uhr auf und am Monatsende dann schon gegen 23:00 Uhr. Zuerst im Sternbild Schlangenträger stehend, wandert der am Monatsanfang etwa -0,5mag helle Planet zuerst ins Sternbild Skorpion. Setzt ab dem 17.4. zu seiner Oppositionsschleife an, wandert zurück zum Sternbild Schlangenträger, und erreicht diesen dann wieder am Monatsende. Dabei gewinnt er um eine Größenklasse an Helligkeit (-1,5mag am Monatsende).

Der Riesenplanet Jupiter beherrscht weiterhin den Nachthimmel. Im Sternbild Löwe stehend, bremst er langsam die Rückwärtsbewegung seiner Oppositionschleife.  Am Monatsanfang gegen 6:30 Uhr untergehend, geht der Riesenplanet am Monatsende gegen 4:30 Uhr unter. Also weiternin gute Bedingungen, um den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Der Ringplanet Saturn geht zu Monatsbeginn um etwa 1:30 Uhr mit dem Sternbild Schlangenträger auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 23:30 Uhr. Dabei nimmt seine Helligkeit leicht vom 0,3mag auf 0,2 mag zu.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat April Dienstags und Freitags erst ab 21:00 Uhr geöffnet ist. Am Karfreitag (gesetzlicher Feiertag) bleibt die Sternwarte geschlossen!