Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Juni 2016

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist nur noch teilweise am Firmament zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur steht am 5. Juni in größter westlicher Elongation. Trotz eines Winkelabstandes von 24°11' kommt es in unseren Breiten nicht zu einer Morgensichtbarkeit, da die Ekliptik derzeit so flach am Osthorizont steht, dass sich der Planet nicht gegen die dichten Luftmassen durchsetzen kann.

Venus steht zu nahe an der Sonne - Sie ist diesen Monat nicht sichtbar.

Mars beendet seine Oppositionsperiode, was auch an der stark zurückgehenden Helligkeit deutlich wird. Sie sinkt im Laufe des Juni von -2,0 mag auf -1,4 mag ab. Aus der zweiten Nachthälfte zieht sich Mars allmählich zurück. Am 1. geht er gegen 4.30 Uhr  unter, am 30. bereits gegen 1.20 Uhr. Die scheinbare Größe des Planetenscheibchens schrumpft im Laufe des Monats auf etwa 16".
Trotzdem sind die Beobachtungsmöglichkeiten als gut zu beschreiben - wenn das Wetter eine gute Sicht nach süden erlaubt.

Jupiter ist jetzt der Planet der ersten Nachthälfte. Der Riesenplanet verlegt seine Untergänge von etwa 2.20 Uhr  am 1. Juni auf etwa 23.30 Uhr Ende Juni. Seine Helligkeit geht im Juni um etwa 0,1 mag auf -1,9 mag zurück.

Saturn erreicht am 3. Juni seine Oppositionsstellung (Der Planet steht auf einer Linie mit Sonne und Erde, der Abstand zur Erde ist minimal). Am Monatsanfang geht der 0,0 mag helle Saturn gegen 21 Uhr auf, und geht morgens um 4:30 Uhr unter. Wegen der sehr flach liegenden Ekliptik erreicht er aber nur eine maximale Höhe von etwa 19° über dem Südhorizont.
Wer einen Blick auf den Ringplaneten werfen möchte hat diesen Monat die besten Möglichkeiten dazu.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Mai 2016

Sterne

Zu Beginn der Nacht ist der Grosse Wagen, der ein Teil des Sternbilds Grosser Bär ist, im Zenit zu finden. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren zwei Kastensterne etwa fünfmal nach Norden, trifft man im Sternbild Kleiner Wagen auf einen besonderen Stern: Polaris, auch Polarstern genannt. Etwas westlich davon schlängelt sich das eher unscheinbare Sternbild Drache am Himmel.

Blickt man weiter nach Westen, kann man noch die typischen Sterne und Konstellationen des Winters erkennen: Kapella im Sternbild Fuhrmann und Castor und Pollux, die die Köpfe des Sternbilds Zwillinge darstellen.

Verfolgt man den Tierkreis Richtung Süden, trifft man auf bekannte Sternbilder: Den Krebs mit dem Sternhaufen Krippe oder Praesepe, den Löwen mit dem hellen Stern Regulus und die Jungfrau mit der entfernten Sonne Spika.

Im Südosten fällt der rötliche Stern Arkturus im Sternbild Bootes auf. Er bildet zusammen mit Spika und Regulus das Frühlingsdreieck.

Über dem Osthorizont zeigen sich schliesslich die Sternbilder Nördliche Krone mit seinem hellen Stern Gemma sowie die Sternbilder Herkules und Leier.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Katzenaugennebel NGC6543: Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, Entfernung: 3200 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im Mai eigentlich nicht zu sehen, da er sich am Taghimmel befindet. Aber am 9. Mai läuft er genau zwischen Erde und Sonne und somit kann man zumindest seinen Schatten - unter Beachtung besonderer Schutzmaßnahmen gegen die helle Sonne - auf der Sonnenscheibe wandern sehen.
ACHTUNG! Nie ungeschützt in die Sonne schauen! Auch Teleskope, Ferngläser und Kameras benötigen eine spezielle Sonnenschutzfolie, damit die Optik und das eigene Augenlicht nicht zerstört wird!
Wir werden, wenn es das Wetter zulässt, eine Sonderveranstaltung in unserer Sternwarte durchführen.
Näheres dazu auf unserer Startseite.

Die Venus  ist auch im Mai nicht beobachtbar - sie steht zu nahe an der Sonne.

Der rote Planet Mars steht zunächst im Sternbild Skorpion und bewegt sich rückläufig (von West nach Ost) ins Sternbild Waage. Am 22. Mai erreicht er dann seine Oppositionsstellung (er steht von der Erde aus gesehen genau gegenüber der Sonne). Mars geht dann in der Abenddämmerung auf und in der Morgendämmerung unter. Das bedeutet auch, dass er den minimalsten Abstand zur Erde hat und die Beobachtungsverhältnisse in der zweiten Maihälfte optimal sind.

Der Riesenplanet Jupiter ist am Abend gut zu sehen. Am Monatsanfang geht er gegen gegen 4:30 Uhr, am Monatsende dann bereits gegen 2:30 Uhr im Westen unter.

Der Ringplanet Saturn erreicht im Juni seine Oppositionsstellung und ist derzeit Rückläufig im Sternbild Schlangenträger zu finden (er bewegt sich scheinbar in Richtung Osten gegenüber dem Fixsternhimmel) . Am Monatsanfang steigt der Planet gegen 23:20 Uhr im Südosten über den Horizont - am Monatsende dann schon gegen 21:10 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im April 2016

Sterne

Blicken wir an einem Aprilabend nach Norden, fällt besonders der markante Grosse Wagen auf. Zu dieser Jahreszeit erreicht er in den Abendstunden seine grösste Höhe, steht jedoch “auf dem Kopf”. Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Kastensternen etwa fünfmal Richtung Horizont, so trifft man auf den Polarstern.

Im Westen verabschieden sich die Wintersternbilder von der Himmelsbühne. Stier, Orion und Grosser Hund sind nur noch am frühen Abend gut zu sehen.

Hoch am Himmel zeigen sich die Konstellationen Fuhrmann, Zwillinge und Krebs. Sie haben jetzt eine sehr gute Position für astronomische Beobachtungen.

Im Süden steht momentan das sehr ausgedehnte, aber relativ unauffällige Sternbild der Wasserschlange. Richtung Osten sind bereits die charakteristischen Sterne des Frühlings zu finden. Besonders sehenswert ist das sogenannte Frühlingsdreieck, das aus den hellen Sternen Spica in der Jungfrau, Arkturus im Bärenhüter (Bootes) und Regulus im Löwen aufgebaut ist.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M35: Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2700 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur kann im April am Abendhimmel beobachtet werden. Unter guten Sichtbedingungen ist der -1,7 Mag helle Planet ab dem 4. April gegen 20:30 Uhr im Westen zu sehen. Er geht aber schon etwa gegen 20:45 Uhr im horizontnahen Dunst verloren, bevor er gegen 21:00 Uhr ganz unter dem Horizont verschwindet. Vom 10. bis zum 19. April ist er dann relativ leicht am Westhorizont zu finden, wobei er immer mehr an Helligkeit verliert. Am 19.4. geht Merkur dann gegen 22:20 Uhr unter. Nach dem 19. wird es dann wieder schwieriger den Planeten auszumachen. Am Monatsende ist es dann schon wieder vorbei mit Merkurs Auftritt am Abendhimmel.

Die Venus  ist weiterhin zu nahe an der Sonne um nachts sichtbar zu sein.

Mars ist am Nachthimmel zu finden und wandert immer mehr in die erste Nachthälfte. Am 1.4. geht er gegen 0:45 Uhr auf und am Monatsende dann schon gegen 23:00 Uhr. Zuerst im Sternbild Schlangenträger stehend, wandert der am Monatsanfang etwa -0,5mag helle Planet zuerst ins Sternbild Skorpion. Setzt ab dem 17.4. zu seiner Oppositionsschleife an, wandert zurück zum Sternbild Schlangenträger, und erreicht diesen dann wieder am Monatsende. Dabei gewinnt er um eine Größenklasse an Helligkeit (-1,5mag am Monatsende).

Der Riesenplanet Jupiter beherrscht weiterhin den Nachthimmel. Im Sternbild Löwe stehend, bremst er langsam die Rückwärtsbewegung seiner Oppositionschleife.  Am Monatsanfang gegen 6:30 Uhr untergehend, geht der Riesenplanet am Monatsende gegen 4:30 Uhr unter. Also weiternin gute Bedingungen, um den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Der Ringplanet Saturn geht zu Monatsbeginn um etwa 1:30 Uhr mit dem Sternbild Schlangenträger auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 23:30 Uhr. Dabei nimmt seine Helligkeit leicht vom 0,3mag auf 0,2 mag zu.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat April Dienstags und Freitags erst ab 21:00 Uhr geöffnet ist. Am Karfreitag (gesetzlicher Feiertag) bleibt die Sternwarte geschlossen!

Der Sternenhimmel im März 2016

Sterne

Direkt unter dem Polarstern und dem Kleinen Bären findet man in diesem Monat die Sternbilder Kepheus und Drache.

Schwenkt man weiter nach Westen, fällt zunächst die W-förmige Struktur der Kassiopeia auf. In direkter Nachbarschaft kann man auch das Sternbild Perseus und die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei erkennen.

Genau im Westen befindet sich der aufrecht orientierte Kopf des Stiers. Auffällig ist sein rotes Auge, der 65 Lichtjahre entfernte rote Riesenstern Aldebaran. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich auch die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Auf dem linken Horn des Stiers ist ein weiteres markantes Sternbild förmlich „aufgespiesst“: Der Fuhrmann mit dem 42 Lichtjahre entfernten Stern Kapella. Mit einem Teleskop kann man in dieser Himmelsregion auch drei sehr auffällige offene Sternhaufen beobachten.

Weiter im Süden sind zwei dominante Wintersternbilder zu finden: Der antike Jäger Orion und der Große Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Etwas höher über dem Südhorizont sind drei Sternbilder des Tierkreises aufgereiht: Die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux, der Krebs mit dem prächtigen offenen Sternhaufen Praesepe und der Löwe mit dem über 70 Lichtjahre entfernten Stern Regulus.

Tief im Osten zeigen sich schon die Vorboten des Frühlings. Das Sternbild Jungfrau und der Bärenhüter, auch Bootes genannt, mit dem hellen Riesenstern Arkturus. Hoch im Nordosten finden wir schliesslich eine der bekanntesten Sternenformationen der nördlichen Hemisphäre: den Großen Wagen. Diese Struktur, die in Nordamerika auch "The big dipper" (deutsch: "Der große Löffel") genannt wird, ist Teil des ausgedehnten Sternbilds Großer Bär.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • Riegel: Mehrfachsternsystem im Sternbild Orion, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • Mizar/Alkor: Doppelstern im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 80 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur steht im März zu nahe an der Sonne - er ist nicht beobachtbar.

Auch die Venus ist in diesem Monat zu nah an der Sonnne - auch sie ist nicht mehr am Himmel zu finden.

Der Planet Mars ist im März ein Planet der zweiten Nachthälfte. Am Monatsanfang geht er gegen 01:00 Uhr (MEZ) am Osthorizont auf, am Monatsende dann schon gegen 00:50 Uhr (MESZ). Dabei nimmt seine Helligkeit von etwa +0,3mag auf etwa -0,5mag zu.

Der Riesenplanet Jupiter ist jetzt der Planet der ganzen Nacht. Er steht im Sternbild Löwe und geht im Osten schon in der Abenddämmerung auf. Am 8. März erreicht er seine Oppositionsstellung (Er befindet sich dann von der Erde aus gesehen genau gegenüber der Sonne). Es ist also die beste Gelegenheit den Planeten mit seinen interesanten Wolkenbändern und seinen einzigartigen Monden zu beobachten. Mit einer Helligkeit von -2,5mag ist der größte Planet unseres Sonnensystems im März nach dem Mond das hellste Gestirn am Himmel.

Der Ringplanet Saturn ist im März ebenfalls in der zweiten Nachthälfte sichtbar. Etwa um 2:30 Uhr (MEZ) geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Schlangenträger auf - sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 1:30 Uhr (MESZ) morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.
Am 27.3.2015 um 2:00 Uhr morgens (MEZ) wir die Zeit um eine Stunde auf Sommerzeit vorgestellt, es ist dann 3:00 Uhr ( MESZ).
Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Februar 2016

Sterne

Im Norden fallen zunächst die markanten Sternbilder Kassiopeia und der Große Bär (bzw. Große Wagen) auf. Zu dieser Jahreszeit befinden sich beide Sternbilder in der ersten Nachthälfte auf fast gleicher Höhe über dem Horizont. In ihrer Mitte ist der Polarstern zu finden.

Im Westen verabschiedet sich Andromeda mit der imposanten Andromedagalaxie von der Bühne der Nacht. In den nächsten Monaten wird das Sternbild nur noch am Taghimmel erscheinen und für uns nicht mehr zu beobachten sein. Lässt man seinen Blick vom “Himmels-W” Kassiopeia westwärts zum Sternbild Perseus wandern, fällt auf halbem Weg ein nebliger Fleck auf. Dies sind die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei, die sich in einer Entfernung von über 7000 Lichtjahren befinden. Weiter südlich stößt man auf den Stier. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Der Südhimmel wird jedoch von zwei anderen Sternbildern beherrscht: Dem antiken Jäger Orion und dem Großen Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Hoch im Osten ist in dunklen Nächten das eher unscheinbare Sternbild Krebs auszumachen. Mit einem Fernglas kann man in dessen Mitte einen prächtigen Sternhaufen mit dem Namen Praesepe (lat. für Krippe) finden. Tiefer am östlichen Horizont beginnt der Löwe seinen langen Marsch über den Nachthimmel. Sein hellster Stern, der über 70 Lichtjahre entfernte Regulus, befindet sich bei den Vorderpfoten des Raubtiers.

Blickt man in den Wintermonaten genau Richtung Zenith, fällt auf, dass alle hellen Sterne des Abendhimmels eine geschlossene Struktur bilden: das sogenannte Wintersechseck. Diese Konstellation ist aus folgenden Sternen aufgebaut: Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier. In der Mitte des Sechsecks ist der rote Riesenstern Beteigeuze eingebettet.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M46: Offener Sternhaufen mit planetarischem Nebel, Entfernung: 5500 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Millionen Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur kann in der Zeit vom 1. bis etwa 5. Februar beobachtet werden. Gegen 6:30 Uhr aufgehend, kann er sich nach etwa einer viertel Stunde aus den horizontnahen Dunstschichten befreien und wird am Osthorizont sichtbar. Die bald darauf einsetztende Dämmerung läßt ihn aber sehr schnell wieder verblassen. Nach dem  5. Februar befindet sich der sonnennächste Planet dann schon wieder so nahe an der Sonne, dass er nicht mehr beobachtet werden kann.

Die Venus ist im Februar weiterhin Morgenstern. Am Monatsanfang erst etwa gegen 6:15 Uhr mit dem Sternbild Schütze aufgehend, verschwindet sie aber bald in der näher rückenden Morgendämmerung. Am 17.2. wechselt Venus dann ins Sternbild Waage.

Mars ist ebenfalls am Morgenhimmel zu finden. Am Monatsanfang geht der rote Planet gegen 1:40 Uhr zusammen mit dem Sternbild Waage auf. Bis zum Monatsende verfrüht sich sein Aufgang auf etwa 1:00 Uhr.

Der Riesenplanet Jupiter wird im Februar immer mehr der Planet der ganzen Nacht. Er steht im Sternbild Löwe und geht am Monatsanfang gegen 20:50 Uhr auf. Bis zum Monatsende verfrüht sich sein Aufgang dann schon auf etwa 18:30 Uhr.

Der Ringplanet Saturn ist auch im Februar am Morgenhimmel sichtbar.
Etwa um 4:15 Uhr geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Schlangenträger auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann zum Monatsende bis auf kurz vor halb drei Uhr morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.