Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Januar 2016

Sterne

Beim Blick nach Norden befinden sich östlich bzw. rechts vom Polarstern die sieben Sterne des Großen Wagens. Diese Sternkonstellation ist Teil des größeren Sternbilds Großer Bär und wird in den nächsten Monaten immer höher am Abendhimmel zu finden sein.

Im Westen steht das ausgedehnte Herbstviereck, das aus den hellsten Sternen der Sternbilder Pegasus und Andromeda aufgebaut ist.

Über uns, nahe des Zenit, thronen die Sternbilder Perseus und Fuhrmann sowie das berühmte “Himmels-W” Kassiopeia.

Hoch im Süden zeigt sich der Stier mit seinem rötlichen Auge, dem Sternriesen Aldebaran. Etwas westlicher davon befindet sich das markante Siebengestirn der Plejaden. Unterhalb des Stiers prangt das beeindruckendste Sternbild der Wintermonate: Orion, der Jäger der Antike. Der zentrale Teil, drei nebeneinander liegende helle Sterne, symbolisieren den Gürtel des Helden. Links oberhalb der Gürtelsterne wird die rechte Schulter durch den roten Riesenstern Beteigeuze dargestellt. Schräg gegenüber befindet sich der linke Fuß des Jägers, der bläulich-weiße Stern Rigel. Der hellste Stern des Nachthimmels ist jedoch die rund 9 Lichtjahre entfernte Sonne Sirius im Sternbild Großer Hund, das unterhalb des Orion zu finden ist.

Über dem östlichen Horizont zeigen sich in den Januarabenden schon zwei weitere Sternbilder der Tierkreises: Der Krebs und die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre Eskimonebel

  • NGC2392: Eskimonebel, planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 5000 Lichtjahre

  • M81: Bodes Galaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

 

Planeten

Der Planet Merkur beendet seinen kurzen Auftritt am Abendhimmel. Nur bis 4. Januar ist der -0,6mag helle Planet in der kurzen Zeit zwischen 17:10 Uhr und 17:30 Uhr mit einen Fernglas in der Abenddämmerung auszumachen. Dabei gewinnt er nur eine maximale Höhe von etwa 5° über dem Südwesthorizont - es ist also klare Horizontsicht nötig, um ihn überhaupt finden zu können.

Die -4.0mag helle Venus bleibt Morgenstern am südöstlichen Morgenhimmel. Am Monatsanfang geht sie gegen 5:20 Uhr auf, am Monatsende dann erst gegen 6:00 Uhr.

Mars findet man ebenfalls am Morgenhimmel. Am Monatsanfang steht der "rote Planet" nahe dem Stern Spica in der Jungfrau, wandert dann in Richtung Waage, die er am 17.01. erreicht. Am Monatsanfang geht der 1,2mag helle  Mars gegen 2:15 Uhr auf. Gegen Monatsende verschiebt sich sein Aufgang dann auf etwa 1:40 Uhr wärend seine Helligkeit auf 0,8mag anwächst.

Der Riesenplanet Jupiter entwickelt sich zum Planeten der ganzen Nacht. Er steht an der Grenze der Sternbilder Löwe und Jungfrau. Er geht -2,1mag hell am Monatsanfang gegen 22:50 Uhr auf. Bis Monatsende verfrüht sich sein Aufgang bis auf 20:50 Uhr. Mit einer Helligkeit von etwa -2,4m ist er nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel.

Der Ringplanet Saturn erscheint im Januar am Morgenhimmel.
Kurz nach 6:00 Uhr geht er am Monatsanfang auf und steht im Sternbild Schlangenträger. Der Aufgang des etwa 0,5mag hellen Planeten verfrüht sich bis zum Monatsende auf etwa 4:15 Uhr morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Dezember 2015

Sterne

Am östlichen Horizont zeigen sich bereits einige typische Wintersternbilder: Der Stier mit dem rötlichen Stern Aldebaran und dem auffälligen Siebengestirn (Plejaden). Der Fuhrmann mit der hellen Sonne Kapella und das Sternbild Orion mit den charakteristischen drei Gürtelsternen. Später am Abend zeigen sich auch noch die Zwillinge mit den markanten Sternen Kastor und Pollux.

Blickt man nach oben in Richtung Zenit, fallen zwei Sternbilder besonders auf: Das leicht zu findende “Himmels-W” Kassiopeia und Perseus, der die Form einer Astgabel hat.

Hoch im Südwesten findet man das ausgedehnte Sternbild Pegasus und Andromeda. In dunklen Nächten ohne Mondschein kann man in diesem Himmelsareal auch einen schwachen nebligen Fleck erkennen. Dies ist unsere Nachbargalaxie, die über 2 Millionen Lichtjahre entfernte Andromedagalaxie!

Im Westen verabschieden sich jetzt die Vertreter des Sommerhimmels. Nur noch in den ersten Abendstunden kann man die hellen Sterne des Sommerdreiecks sehen: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • Gamma Andromedae (Alamak): Doppelstern im Sternbild Andromeda, schöner Farbkontrast, Entfernung: 400 Lichtjahre

  • M33: Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre

  • M45: Plejaden, Offener Sternhaufen im Sternbild Stier, Entfernung: 440 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

  • M38, M36, M37: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • NGC7009: Planetarischer Nebel im Sternbild Wassermann, Entfernung: 2.400 Lichtjahre

  • M1: Krebsnebel, Supernovaüberrest, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur versteckt sich im Dezember erst einmal in Sonnennähe -  ab dem 25. Dezember wird er gegen 17:00 Uhr im Südwesten für etwa 20 Minuten sichtbar, bevor er wieder im horizontnahen Dunst versinkt. Zum Monatsende verschiebt sich sein Auftritt auf etwa 17:15 Uhr - ab 3. Januar ist er dann schon nicht mehr sichtbar.

Die Venus  bleibt  im Dezember Morgenstern und dominiert mit ihrer Helligkeit den Morgenhimmel. Sie wechselt um den 11. Dezember vom Sternbild Jungfrau in die Waage. Am Monatsanfang geht sie im Osten gegen 4:00 Uhr, am Monatsende dann erst gegen 5:10 Uhr auf.

Mars durchquert im Dezember das Sternbild Jungfrau. Zu Monatsbeginn geht der "rote" Planet gegen 2:30 Uhr, am Monatsende dann schon gegen 2:10 Uhr auf.

Der Riesenplanet Jupiter steht derzeit im Sternbild Löwe, knapp an der Grenze zur Jungfrau. Am Monatsanfang geht Jupiter gegen 0:45 Uhr auf, am Monatsende dann aber bereis gegen 23:00 Uhr.

Der Ringplanet Saturn wird ab dem 20. Dezember am Morgenhimmel sichtbar. Um 6:40 Uhr aufgehend versinkt der im Sternbild Schlangenträger stehende Planet bald wieder in der Morgendämmerung. Auch die Verschiebung seines Aufgangs zum Monatsende auf etwa 6:00 Uhr ändert nichts an den in diesem Monat schwierigen Beobachtungsbedingungen.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im November 2015

Sterne

Der Grosse Wagen hat in dieser Jahreszeit die tiefste Position über dem Nordhorizont. Darüber steht der Polarstern im Kleinen Wagen. Blickt man noch weiter Richtung Zenit, ist das auffällige “Himmels-W” Kassiopeia zu erkennen. In seiner aktuellen Ausrichtung erscheint das Sternbild jedoch als Buchstabe “M”.

In den frühen Abendstunden kann man noch die hellen Sterne des Sommerdreiecks finden: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Direkt über uns hat das Herbstviereck die zentrale Position des Nachthimmels eingenommen. Es besteht aus den markantesten Sternen des Sternbilds Pegasus.

Im Süden bemerkt man knapp über dem Horizont einen helleren Stern. Es handelt sich hier um die ferne Sonne Formalhaut im Sternbild Südlicher Fisch. Da dieser Stern in unseren Breiten nur Ende des Jahres zu finden ist, wird er auch Herbststern genannt.

Blickt man zum östlichen Himmel, kann man links (nördlich) vom Herbstviereck das Sternbild Andromeda erkennen. Direkt daneben und unterhalb von Kassiopeia befindet sich Perseus, der die Form einer Astgabel hat. Etwas tiefer über dem Horizont zeigen sich schon zwei typische Vertreter der Wintersternbilder: Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella und der Stier mit seinem “blutigem Auge”, dem roten Riesen Aldebaran.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • M33: Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre

  • M45: Plejaden, Offener Sternhaufen im Sternbild Stier, Entfernung: 440 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im November nicht beobachtbar.

Die -4,2mag helle Venus ist weiterhin Morgenstern und wechselt am 2. November vom Sternbild Löwe in die Jungfrau. Im Laufe des Monats wandert die Venus weiter und passiert Ende des Monats den hellen Stern Spica. Schon am 3. November begegnet Sie bei ihrer Wanderung dem Planeten Mars. Zu Monatsbeginn geht Venus gegen 3 Uhr, am Monatsende erst gegen 4 Uhr auf.

Mars wechselt ebenfalls am 2. November vom Löwen ins Sternbild Jungfrau. Am Monatsanfang geht er gegen 3:00 Uhr, am Monatsende bereits gegen 2:30 Uhr auf.

Der Riesenplanet Jupiter ist mit seiner Helligkeit von -1,9mag schon gegen 2:20 Uhr am Osthimmel zu finden. Er steht weiterhin im Sternbild Löwe und wird am Monatsende gegen 0:50 am Himmel erscheinen.

Der Ringplanet Saturn ist im November nicht sichtbar.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Oktober 2015

Sterne

Der Große Wagen erreicht in den Oktoberabenden seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont. Darüber befindet sich der Polarstern in der Konstellation Kleiner Wagen. Blickt man noch weiter nach oben in Richtung Zenit, sieht man das leicht erkennbare “Himmels-W” des Sternbilds Kassiopeia.

Im Westen dominieren noch immer die Sterne des Sommers. Die hellsten von ihnen sind Teil des Sommerdreiecks: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Am Südhorizont reihen sich bekannte Sternbilder des Tierkreises auf: Steinbock, Wassermann und Fische.

Hoch am östlichen Himmel findet man das ausgedehnte Sternbild des geflügelten Pferdes Pegasus, dessen Körperumrisse auch als das Herbstviereck bezeichnet werden. Direkt daneben, in nördlicher Richtung, zeigt sich das Sternbild Andromeda mit der berühmten Andromeda-Galaxie. Bei ausreichend dunklem Himmel kann man die etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Sterneninsel sogar mit bloßem Auge als schwachen nebligen Fleck erkennen. Etwas tiefer am Osthorizont befinden sich die Sternbilder Perseus, Widder und Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M2: Kugelsternhaufen im Sternbild Wassermann, Entfernung: 36.000 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Seit Ende September wandert der Planet Merkur an den Morgenhimmel. Gegen Mitte des Monats hat er dann genügend Winkelabstand zur Sonne um am Morgenhimmel sichtbar zu werden. Am 10.10. kann Merkur ab 6.04 Uhr in der Morgendämmerung für ca. 20 Minuten erspäht werden. Dann versinkt er wieder im morgendlichen Glanz der Sonne. Bis zum 29.10. steigert er seine Helligkeit von ca -0,5mag (15.10) auf fast -1mag, geht aber gleichzeitig immer später auf (29.10 - 6:47 Uhr MEZ) wodurch er sich am Monatsende nicht mehr gegen die Dämmerung durchsetzen kann.

Die Venus  ist im Oktober weiterhin Morgenstern. Am Monatsanfang, gegen 3:30 Uhr aufgehend, steht sie mit einer Helligkeit von -4,4mag am Osthimmel im Sternbild Löwe. Am Monatsende erscheint sie dann schon gegen 2:45 Uhr (MEZ) am Osthorizont.

Mars ist ebenfalls am Morgenhimmel zu finden. Er steht links unterhalb der Venus als etwa 1,8mag helles Pünktchen. Am Monatsanfang geht Mars um 4:09 Uhr MESZ auf. Am Monatsende schon gegen kurz vor 3 Uhr (MEZ) morgens.

Der Riesenplanet Jupiter ist ebenfalls am Morgenhimmel zu finden. Am Monatsanfang um 4:49 Uhr aufgehend, verfrüht sich der Aufgang des ca. -1,8mag hellen Planeten bis zum Monatsende gegen halb Drei Uhr morgens.
Da Jupiter von den beiden weiter innen stehenden Planeten Mars und Venus "überholt" wird, gibt es diesen Monat zwei Planetenbegegnungen mit dem größten Planeten des Sonnensystems. In der Nacht vom 17. auf den 18.10. zieht Mars am Jupiter vorbei (18.10. 4:00 Uhr MESZ geringster Abstand: 22,9') und in der Nacht vom 25. auf 26.10. überholt Venus den Gasplaneten (26.10. 2:46 Uhr MEZ geringster Abstand 1°).

Der Ringplanet Saturn, der den ganzen Sommer hindurch sichtbar war, ist im Oktober bis zum 25.10. gerade noch am Westhorizont sichtbar. Dann verabschiedet er sich bis 2016, wo er dann mit seinem faszinierenden Ringsystem am Morgenhimmel wieder auftaucht.

 

Anmerkungen

Alle Zeiten beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.

Beachten sie bitte, dass am Sonntag, 25.10.2014 3:00 Uhr Sommerzeit (MESZ) unsere Uhren wieder um eine Stunde zurück auf 2:00 Uhr Winterzeit (MEZ) gestellt werden.

Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

 

Der Sternenhimmel im September 2015

Sterne

Wenn man an einem Spätsommerabend direkt nach oben blickt, fallen drei hellere Sterne auf:
Wega im Sternbild Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Die Verbindungslinien dieser Sterne bilden das sogenannte Sommerdreieck. Weiter im Westen findet man Herkules, das leicht zu erkennende Sternbild Nördliche Krone und den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bootes.

Verfolgt man das neblige Band der Milchstrasse über Schwan und Adler weiter Richtung Südwesten, so stößt man knapp über dem Horizont auf das Sternbild Schütze, das aufgrund seiner Form im Englischen auch "teapot" (Teekessel) genannt wird. In dieser Blickrichtung befindet sich auch das Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie.

Bereits sehr hoch im Osten stehen die Sternbilder Pegasus und Andromeda. Vier helle Sterne des Pegasus bilden ein Quadrat, das auch Herbstviereck genannt wird. Direkt darunter können auch die Fische, ein eher unscheinbare Sternbild des Tierkreises, gefunden werden.

Blickt man schliesslich in nördliche Richtung auf das Band der Milchstrasse, erkennt man zunächst das auffällige "Himmels-W", das Sternbild Kassiopeia. Darunter befindet sich Perseus mit den hellen Sternen Mirfak und Algol. Letzterer wird aufgrund seiner schwankenden Helligkeit auch "Teufelsstern" genannt.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13 : Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre
  • M11 : Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre
  • M17 : Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre
  • Albireo : Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre
  • M27 : Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre
  • M57 : Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre
  • M31 : Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre
  • M33 : Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre
  • h+Chi Persei : Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
  • NGC457 : Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im September nicht sichtbar.

Die Venus ist im September am östlichen Morgenhimmel zu finden. Dabei macht sie ihrer Bezeichnung als Morgenstern alle Ehre. Mit eine Helligkeit von bis zu -4,8mag ist der im Krebs stehende Planet der auffälligste Punkt am Morgenhimmel. Zu Monatsbeginn geht Venus gegen 4:50 Uhr auf, zu Monatsende schon um 3:30 Uhr.

Den Planeten Mars finden wir am Monatsanfang ganz in der Nähe der Venus im Sternbild Krebs. Im Laufe des Septembers wandert der rote Planet weiter ins Sternbild Löwe, wo er am 25.09. am Fixstern Regulus vorbeizieht. Mars geht um etwa 4:15 Uhr auf und ist dann etwa ab 4:45 Uhr gut erkennbar. Als Wegweiser kann die Venus dienen - sie steht rechts oberhalb von Mars

Jupiter ist am Monatsanfang zu nahe an der Sonne und wird erst in der zweiten Monatshälfte sichtbar. Ganz in der Nähe zu Venus und Mars ist er dann im Sternbild Löwe am Morgenhimmel zu finden - links unterhalb von Mars. Mit einer Heligkeit von -1,7mag geht Jupiter am Monatsanfang gegen 6 Uhr, am Monatsende dann schon gegen 5:00 Uhr auf - verschwindet aber dann bald in der Morgebdämmerung.

Der Ringplanet Saturn zeigt sich nur noch im Dunst der Abenddämmerung und ab der Monatsmitte wird es schwierig, ihn überhaupt noch knapp über dem Horizont wahrzunehmen. Er steht im Sternbild Waage. Zu Monatsbeginn geht er noch gegen 23 Uhr unter, am Monatsende aber bereis gegen 21 Uhr abends. Doch schon etwa 30 Minuten vorher verschwindet er ganz im horizontnahen Dunst.

 

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.
Achtung:
Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten September bis März (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags schon ab 20:00 Uhr geöffnet wird!