Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Oktober 2015

Sterne

Der Große Wagen erreicht in den Oktoberabenden seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont. Darüber befindet sich der Polarstern in der Konstellation Kleiner Wagen. Blickt man noch weiter nach oben in Richtung Zenit, sieht man das leicht erkennbare “Himmels-W” des Sternbilds Kassiopeia.

Im Westen dominieren noch immer die Sterne des Sommers. Die hellsten von ihnen sind Teil des Sommerdreiecks: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Am Südhorizont reihen sich bekannte Sternbilder des Tierkreises auf: Steinbock, Wassermann und Fische.

Hoch am östlichen Himmel findet man das ausgedehnte Sternbild des geflügelten Pferdes Pegasus, dessen Körperumrisse auch als das Herbstviereck bezeichnet werden. Direkt daneben, in nördlicher Richtung, zeigt sich das Sternbild Andromeda mit der berühmten Andromeda-Galaxie. Bei ausreichend dunklem Himmel kann man die etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Sterneninsel sogar mit bloßem Auge als schwachen nebligen Fleck erkennen. Etwas tiefer am Osthorizont befinden sich die Sternbilder Perseus, Widder und Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M2: Kugelsternhaufen im Sternbild Wassermann, Entfernung: 36.000 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Seit Ende September wandert der Planet Merkur an den Morgenhimmel. Gegen Mitte des Monats hat er dann genügend Winkelabstand zur Sonne um am Morgenhimmel sichtbar zu werden. Am 10.10. kann Merkur ab 6.04 Uhr in der Morgendämmerung für ca. 20 Minuten erspäht werden. Dann versinkt er wieder im morgendlichen Glanz der Sonne. Bis zum 29.10. steigert er seine Helligkeit von ca -0,5mag (15.10) auf fast -1mag, geht aber gleichzeitig immer später auf (29.10 - 6:47 Uhr MEZ) wodurch er sich am Monatsende nicht mehr gegen die Dämmerung durchsetzen kann.

Die Venus  ist im Oktober weiterhin Morgenstern. Am Monatsanfang, gegen 3:30 Uhr aufgehend, steht sie mit einer Helligkeit von -4,4mag am Osthimmel im Sternbild Löwe. Am Monatsende erscheint sie dann schon gegen 2:45 Uhr (MEZ) am Osthorizont.

Mars ist ebenfalls am Morgenhimmel zu finden. Er steht links unterhalb der Venus als etwa 1,8mag helles Pünktchen. Am Monatsanfang geht Mars um 4:09 Uhr MESZ auf. Am Monatsende schon gegen kurz vor 3 Uhr (MEZ) morgens.

Der Riesenplanet Jupiter ist ebenfalls am Morgenhimmel zu finden. Am Monatsanfang um 4:49 Uhr aufgehend, verfrüht sich der Aufgang des ca. -1,8mag hellen Planeten bis zum Monatsende gegen halb Drei Uhr morgens.
Da Jupiter von den beiden weiter innen stehenden Planeten Mars und Venus "überholt" wird, gibt es diesen Monat zwei Planetenbegegnungen mit dem größten Planeten des Sonnensystems. In der Nacht vom 17. auf den 18.10. zieht Mars am Jupiter vorbei (18.10. 4:00 Uhr MESZ geringster Abstand: 22,9') und in der Nacht vom 25. auf 26.10. überholt Venus den Gasplaneten (26.10. 2:46 Uhr MEZ geringster Abstand 1°).

Der Ringplanet Saturn, der den ganzen Sommer hindurch sichtbar war, ist im Oktober bis zum 25.10. gerade noch am Westhorizont sichtbar. Dann verabschiedet er sich bis 2016, wo er dann mit seinem faszinierenden Ringsystem am Morgenhimmel wieder auftaucht.

 

Anmerkungen

Alle Zeiten beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.

Beachten sie bitte, dass am Sonntag, 25.10.2014 3:00 Uhr Sommerzeit (MESZ) unsere Uhren wieder um eine Stunde zurück auf 2:00 Uhr Winterzeit (MEZ) gestellt werden.

Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

 

Der Sternenhimmel im September 2015

Sterne

Wenn man an einem Spätsommerabend direkt nach oben blickt, fallen drei hellere Sterne auf:
Wega im Sternbild Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Die Verbindungslinien dieser Sterne bilden das sogenannte Sommerdreieck. Weiter im Westen findet man Herkules, das leicht zu erkennende Sternbild Nördliche Krone und den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bootes.

Verfolgt man das neblige Band der Milchstrasse über Schwan und Adler weiter Richtung Südwesten, so stößt man knapp über dem Horizont auf das Sternbild Schütze, das aufgrund seiner Form im Englischen auch "teapot" (Teekessel) genannt wird. In dieser Blickrichtung befindet sich auch das Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie.

Bereits sehr hoch im Osten stehen die Sternbilder Pegasus und Andromeda. Vier helle Sterne des Pegasus bilden ein Quadrat, das auch Herbstviereck genannt wird. Direkt darunter können auch die Fische, ein eher unscheinbare Sternbild des Tierkreises, gefunden werden.

Blickt man schliesslich in nördliche Richtung auf das Band der Milchstrasse, erkennt man zunächst das auffällige "Himmels-W", das Sternbild Kassiopeia. Darunter befindet sich Perseus mit den hellen Sternen Mirfak und Algol. Letzterer wird aufgrund seiner schwankenden Helligkeit auch "Teufelsstern" genannt.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13 : Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre
  • M11 : Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre
  • M17 : Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre
  • Albireo : Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre
  • M27 : Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre
  • M57 : Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre
  • M31 : Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre
  • M33 : Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre
  • h+Chi Persei : Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
  • NGC457 : Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im September nicht sichtbar.

Die Venus ist im September am östlichen Morgenhimmel zu finden. Dabei macht sie ihrer Bezeichnung als Morgenstern alle Ehre. Mit eine Helligkeit von bis zu -4,8mag ist der im Krebs stehende Planet der auffälligste Punkt am Morgenhimmel. Zu Monatsbeginn geht Venus gegen 4:50 Uhr auf, zu Monatsende schon um 3:30 Uhr.

Den Planeten Mars finden wir am Monatsanfang ganz in der Nähe der Venus im Sternbild Krebs. Im Laufe des Septembers wandert der rote Planet weiter ins Sternbild Löwe, wo er am 25.09. am Fixstern Regulus vorbeizieht. Mars geht um etwa 4:15 Uhr auf und ist dann etwa ab 4:45 Uhr gut erkennbar. Als Wegweiser kann die Venus dienen - sie steht rechts oberhalb von Mars

Jupiter ist am Monatsanfang zu nahe an der Sonne und wird erst in der zweiten Monatshälfte sichtbar. Ganz in der Nähe zu Venus und Mars ist er dann im Sternbild Löwe am Morgenhimmel zu finden - links unterhalb von Mars. Mit einer Heligkeit von -1,7mag geht Jupiter am Monatsanfang gegen 6 Uhr, am Monatsende dann schon gegen 5:00 Uhr auf - verschwindet aber dann bald in der Morgebdämmerung.

Der Ringplanet Saturn zeigt sich nur noch im Dunst der Abenddämmerung und ab der Monatsmitte wird es schwierig, ihn überhaupt noch knapp über dem Horizont wahrzunehmen. Er steht im Sternbild Waage. Zu Monatsbeginn geht er noch gegen 23 Uhr unter, am Monatsende aber bereis gegen 21 Uhr abends. Doch schon etwa 30 Minuten vorher verschwindet er ganz im horizontnahen Dunst.

 

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.
Achtung:
Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten September bis März (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags schon ab 20:00 Uhr geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im August 2015

Sterne

In den Augustabenden sinkt der Große Wagen täglich ein kleines Stück näher zum Nordhorizont. Gleichzeitig steigt das „Himmels-W“, die Kassiopeia, stetig Richtung Zenit. Fast genau zwischen diesen beiden markanten Sternbildern steht der Polarstern. Da sich dieser Stern nahezu in der Verlängerung unserer Erdachse befindet, ist seine Position am Himmel zu jeder Uhr- und Jahreszeit fast gleich. Unmittelbar darüber kann man bei dunklem Himmel die Sternbilder Kepheus und Drache finden. Beim Blick Richtung Westen fällt der helle Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter auf. Hier handelt es sich um einen Roten Riesen, der etwa 37 Lichtjahre von uns entfernt ist. Tief im Süden zeigen sich im August die Sternbilder Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, in dessen Nähe sich sehr viele interessante Sternhaufen und Galaktische Nebel befinden. In ländlichen Gegenden, ohne störende Lichtquellen, kann man ein helles breites Band am Himmel erkennen, das vom Schützen im Süden, über den Schwan und die Leier im Zenit, bis zur Kassiopeia im Nordosten verläuft. Das ist die Milchstrasse - unsere Heimatgalaxie! Im Osten zeigen sich bereits Vorboten des Herbstes: Die Sternbilder des Himmelspferdes Pegasus und der äthiopischen Prinzessin Andromeda.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M24: Kleine Sagittariuswolke, Sternwolke im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M22: Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre Anmerkungen

Planeten

Der Planet Merkur bewegt sich zwar im August in Richtung Morgenhimmel, ist in unseren Breiten aber nicht zu sehen.

Die Venus überholt Mitte des Monats die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne und wechselt von ihrer bisherigen Rolle als Abendstern ab dem 25. August zum Morgenstern. Sie geht dann gegen halb sechs Uhr morgens auf. Bis zum Monatsende erscheint sie als schmale Sichel (Sichelform nur im Telekop zu sehen), dann bereits gegen etwa 5:00 Uhr. Sie ist mit ihrer Helligkeit von ca. -4.5mag leicht am Morgenhimmel zu finden bevor sie in der morgendlichen Dämmerung verblasst.

Der Planet Mars wird, im Sternbild Krebs stehend, gegen Ende des Monats nach langer Zeit am Morgenhimmel wieder sichtbar. Schon nach der Monatsmitte zeigt er sich kurz nach 4:30 Uhr in der morgentlichen Dämmerung.

Jupiter ist im August zu nahe an der Sonne um beobachtet zu werden.

Der im Sternbild Waage stehende Ringplanet Saturn verkürzt seine Abendsichbarkeit immer mehr. Am Monatsanfang ist er noch bis Mitternacht zu sehen - am Monatsende versinkt er schon vor 23:00 Uhr hinter dem Horizont.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat August  (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags ab 21:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

 

Der Sternenhimmel im Juli 2015

 Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende. Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.

Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.

Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.

Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur ist in diesen Monat nur am Monatsanfang zu sehen. Bis etwa 8. Juli ist er nur für wenige Minuten in der morgentlichen Dämmerung zu finden. 

Venus und Jupiter sind weiterhin am Abendhimmel zu sehen. Am 1. Juli stehen sie noch nahe beieinander im Sternbild Löwe, wobei sich ihr Abstand immer mehr vergrößert. Am 18. Juli ergibt sich ein schönes Bild, wenn sich zu den beiden Planeten die schmale Mondsichel gesellt.
Venus und Jupiter gehen zu Monatsbeginn gegen 23:30 Uhr unter, am Monatsende schon gegen 21:20 Uhr.

Die Beobachtung des Planeten Mars ist in diesem Monat nicht möglich.

Saturn ist am Abend über dem südlichen Horizont zu finden. Er befindet sich im Sternbild Waage, nahe dem hellen Stern Antares im Skorpion. Zu Monatsbeginn geht er gegen 3:00 Uhr unter, am Monatsende dann schon gegen Mitternacht.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juni 2015

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist nur noch teilweise am Firmament zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur steht zu nah an der Sonne als dass wir ihn beobachten könnten - erst im Juli zeigt er sich wieder am Morgenhimmel.

Venus bleibt weiterhin als Abendstern am westlichen Abendhimmel sichtbar. Bereits am 3. Juni wechselt der Planet seine Position vom Sternbild Zwillinge in den Krebs, um dann schon am 26. des Monats ins Sternbild Löwe zu wechseln.
Dabei nähert sie sich dem Planeten Jupiter immer mehr - am 30.6. und 1.7.  stehen beide Planeten dicht beieinander - ein Anblick den man nicht versäumen sollte. Schon am 19.6. ergibt sich ein besonders schönes Bild, wenn sich die Mondsichel zu den beiden Planeten gesellt.
Am Monatsanfang geht die bis zu -4,6mag helle Venus gegen 0:45 Uhr unter - am Monatsende bereits gegen 23:40 Uhr.

Der Planet Mars ist im Juni nicht zu beobachten.

Jupiter wechselt um den 10. Juni vom Sternbild Krebs in den Löwen, wo er dann von der Venus eingeholt wird (siehe oben). Mit einer Helligkeit von etwa -1,8mag ist er deutlich lichtschwächer als die Venus. Er geht am Monatsanfang gegen 1:30 Uhr unter, am Monatsende dann schon kurz vor Mitternacht.

Saturn ist jetzt der Planet der ganzen Nacht. Nach seiner Oppositionsstellung Ende Mai ist er jetzt relativ nahe an der Erde und auch sehr hell. Er steht im Sternbild Waage, nicht sehr hoch über dem südlichen Horizont. Die nächsten hellen Sterne sind östlich der rötliche Antares im Skorpion und westlich der helle Stern Spika in der Jungfrau. Saturn sollte also auch von ungeübten Sternguckern leicht zu finden sein.
Auch sein größter Mond Titan sollte mit einem Feldstecher gut sichtbar sein. Verfolgt man diesen ein paar Nächte lang, erkennt man deutlich seine Bewegung auf der Bahn um Saturn.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!