Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Juli 2015

 Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende. Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.

Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.

Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.

Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur ist in diesen Monat nur am Monatsanfang zu sehen. Bis etwa 8. Juli ist er nur für wenige Minuten in der morgentlichen Dämmerung zu finden. 

Venus und Jupiter sind weiterhin am Abendhimmel zu sehen. Am 1. Juli stehen sie noch nahe beieinander im Sternbild Löwe, wobei sich ihr Abstand immer mehr vergrößert. Am 18. Juli ergibt sich ein schönes Bild, wenn sich zu den beiden Planeten die schmale Mondsichel gesellt.
Venus und Jupiter gehen zu Monatsbeginn gegen 23:30 Uhr unter, am Monatsende schon gegen 21:20 Uhr.

Die Beobachtung des Planeten Mars ist in diesem Monat nicht möglich.

Saturn ist am Abend über dem südlichen Horizont zu finden. Er befindet sich im Sternbild Waage, nahe dem hellen Stern Antares im Skorpion. Zu Monatsbeginn geht er gegen 3:00 Uhr unter, am Monatsende dann schon gegen Mitternacht.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juni 2015

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist nur noch teilweise am Firmament zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur steht zu nah an der Sonne als dass wir ihn beobachten könnten - erst im Juli zeigt er sich wieder am Morgenhimmel.

Venus bleibt weiterhin als Abendstern am westlichen Abendhimmel sichtbar. Bereits am 3. Juni wechselt der Planet seine Position vom Sternbild Zwillinge in den Krebs, um dann schon am 26. des Monats ins Sternbild Löwe zu wechseln.
Dabei nähert sie sich dem Planeten Jupiter immer mehr - am 30.6. und 1.7.  stehen beide Planeten dicht beieinander - ein Anblick den man nicht versäumen sollte. Schon am 19.6. ergibt sich ein besonders schönes Bild, wenn sich die Mondsichel zu den beiden Planeten gesellt.
Am Monatsanfang geht die bis zu -4,6mag helle Venus gegen 0:45 Uhr unter - am Monatsende bereits gegen 23:40 Uhr.

Der Planet Mars ist im Juni nicht zu beobachten.

Jupiter wechselt um den 10. Juni vom Sternbild Krebs in den Löwen, wo er dann von der Venus eingeholt wird (siehe oben). Mit einer Helligkeit von etwa -1,8mag ist er deutlich lichtschwächer als die Venus. Er geht am Monatsanfang gegen 1:30 Uhr unter, am Monatsende dann schon kurz vor Mitternacht.

Saturn ist jetzt der Planet der ganzen Nacht. Nach seiner Oppositionsstellung Ende Mai ist er jetzt relativ nahe an der Erde und auch sehr hell. Er steht im Sternbild Waage, nicht sehr hoch über dem südlichen Horizont. Die nächsten hellen Sterne sind östlich der rötliche Antares im Skorpion und westlich der helle Stern Spika in der Jungfrau. Saturn sollte also auch von ungeübten Sternguckern leicht zu finden sein.
Auch sein größter Mond Titan sollte mit einem Feldstecher gut sichtbar sein. Verfolgt man diesen ein paar Nächte lang, erkennt man deutlich seine Bewegung auf der Bahn um Saturn.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Mai 2015

Sterne

Zu Beginn der Nacht ist der Grosse Wagen, der ein Teil des Sternbilds Grosser Bär ist, im Zenit zu finden. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren zwei Kastensterne etwa fünfmal nach Norden, trifft man im Sternbild Kleiner Wagen auf einen besonderen Stern: Polaris, auch Polarstern genannt. Etwas westlich davon schlängelt sich das eher unscheinbare Sternbild Drache am Himmel.

Blickt man weiter nach Westen, kann man noch die typischen Sterne und Konstellationen des Winters erkennen: Kapella im Sternbild Fuhrmann und Castor und Pollux, die die Köpfe des Sternbilds Zwillinge darstellen.

Verfolgt man den Tierkreis Richtung Süden, trifft man auf bekannte Sternbilder: Den Krebs mit dem Sternhaufen Krippe oder Praesepe, den Löwen mit dem hellen Stern Regulus und die Jungfrau mit der entfernten Sonne Spika.

Im Südosten fällt der rötliche Stern Arkturus im Sternbild Bootes auf. Er bildet zusammen mit Spika und Regulus das Frühlingsdreieck.

Über dem Osthorizont zeigen sich schliesslich die Sternbilder Nördliche Krone mit seinem hellen Stern Gemma sowie die Sternbilder Herkules und Leier.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Katzenaugennebel NGC6543: Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, Entfernung: 3200 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur kann sich Anfang Mai am frühen Westabendhimmel noch ab etwa 21:20 Uhr gegen die Dämmerung durchsetzen. Doch schon ca. eine Stunde später verschwindet der -0,4mag helle Planet im horizontnahen Dunst und geht schließlich gegen 22:45 Uhr ganz unter. Doch schon um den 13. Mai wird er am Abendhimmel nicht mehr auszumachen sein.

Die Venus  ist weiterhin als Abendstern am Osthimmel zu finden und ist das hellste Objekt (-4.3m) nach Sonne und Mond am Abendhimmel.
Sie wandert in diesem Monat von den Hörnern des Stiers weiter ins Sternbild Zwillinge. Ihr Untergang verschiebt sich von etwa 0:35 Uhr am Monatsanfang auf etwa 0:45 Uhr am Monatsende.

Der rote Planet Mars steht nun zu nahe an der Sonne und bleibt deshalb bis September unbeobachtbar.

Der Riesenplanet Jupiter ist am Abend gut zu sehen. Am Monatsanfang geht er gegen gegen 3:20 Uhr, am Monatsende bereits kurz nach 1:30 Uhr im Westen unter.

Der Ringplanet Saturn erreicht 23. Mai seine Oppositionsstellung - für Beobachtungen ist das der beste Zeitpunkt! Derzeit ist Saturn Rückläufig im Sternbild Skorpion zu finden (er bewegt sich scheinbar in Richtung Osten gegenüber dem Fixsternhimmel) und wird Anfang Juni dann wieder Rechtläufig (Bewegung nach Westen gegenüber dem Fixsternenhimmel). Am Monatsanfang steigt der Planet kurz nach 22:00 Uhr über den Horizont - am Monatsende dann schon gegen 20:00 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!
Am Freitag, dem 1. Mai (gesetzl. Feiertag) bleibt die Sternwarte geschlossen!

Der Sternenhimmel im April 2015

Sterne

Blicken wir an einem Aprilabend nach Norden, fällt besonders der markante Grosse Wagen auf. Zu dieser Jahreszeit erreicht er in den Abendstunden seine grösste Höhe, steht jedoch “auf dem Kopf”. Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Kastensternen etwa fünfmal Richtung Horizont, so trifft man auf den Polarstern.

Im Westen verabschieden sich die Wintersternbilder von der Himmelsbühne. Stier, Orion und Grosser Hund sind nur noch am frühen Abend gut zu sehen.

Hoch am Himmel zeigen sich die Konstellationen Fuhrmann, Zwillinge und Krebs. Sie haben jetzt eine sehr gute Position für astronomische Beobachtungen.

Im Süden steht momentan das sehr ausgedehnte, aber relativ unauffällige Sternbild der Wasserschlange. Richtung Osten sind bereits die charakteristischen Sterne des Frühlings zu finden. Besonders sehenswert ist das sogenannte Frühlingsdreieck, das aus den hellen Sternen Spica in der Jungfrau, Arkturus im Bärenhüter (Bootes) und Regulus im Löwen aufgebaut ist.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M35: Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2700 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist ab dem 20. April am Abendhimmel zu finden. Etwa 20 Minuten nach Sonnenuntergang wird er als auffälliges -1,3 mag helles Pünktchen am Westhorizont auftauchen. Seine Untergangszeit verspätet sich von etwa 21:30 Uhr am 20.4. auf etwa 22:30 Uhr am Monatsende.

Die Venus  ist weiterhin als Abendstern am frühen Abend am Westhimmel zu finden und ist unübersehbar das Hellste Objekt (ca. -4m) nach Sonne und Mond am Abendhimmel. Im April durquert sie das Sternbild Stier, vorbei an den Plejaden (11.04.) und dem Stern Aldebaran (um den 21.04) bis sie zu Monatsende in den "Hörnern" des Stiers angelangt ist. Ihre Untergangszeit ändert sich dabei von etwa halb zwölf Uhr auf etwa halb ein Uhr morgens. Die Beobachtungsbedingungen für die Venus sind in diesem Monat also als sehr gut zu bezeichnen.

Mars befindet sich kurz nach Sonnenuntergang am Westhorizont, ist aber wohl nur noch mit einem Fernglas oder Teleskop auszumachen, da er sich nicht gegen die Abenddämerung durchsetzen kann. Am 23.04. begegnet er dem Planeten Merkur und sollte deshalb an diesem Abend mit einem Feldstecher leicht zu finden sein.

Der Riesenplanet Jupiter ist schon bei Sonnenuntergang hoch am Himmel im Sternbild Krebs zu finden. Mit einer Helligkeit von -2,2m ist er nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel. Am Monatsanfang geht er gegen 5:20 Uhr, am Monatsende bereits gegen 3:30 Uhr im Westen unter.

Der Ringplanet Saturn geht zu Monatsbeginn um etwa 0:30 Uhr mit dem Sternbild Skorpion auf - sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 23:30 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat April Dienstags und Freitags erst ab 21:00 Uhr geöffnet ist. Am Karfreitag (gesetzlicher Feiertag) bleibt die Sternwarte geschlossen!

Der Sternenhimmel im März 2015

Sterne

Direkt unter dem Polarstern und dem Kleinen Bären findet man in diesem Monat die Sternbilder Kepheus und Drache.

Schwenkt man weiter nach Westen, fällt zunächst die W-förmige Struktur der Kassiopeia auf. In direkter Nachbarschaft kann man auch das Sternbild Perseus und die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei erkennen.

Genau im Westen befindet sich der aufrecht orientierte Kopf des Stiers. Auffällig ist sein rotes Auge, der 65 Lichtjahre entfernte rote Riesenstern Aldebaran. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich auch die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Auf dem linken Horn des Stiers ist ein weiteres markantes Sternbild förmlich „aufgespiesst“: Der Fuhrmann mit dem 42 Lichtjahre entfernten Stern Kapella. Mit einem Teleskop kann man in dieser Himmelsregion auch drei sehr auffällige offene Sternhaufen beobachten.

Weiter im Süden sind zwei dominante Wintersternbilder zu finden: Der antike Jäger Orion und der Große Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Etwas höher über dem Südhorizont sind drei Sternbilder des Tierkreises aufgereiht: Die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux, der Krebs mit dem prächtigen offenen Sternhaufen Praesepe und der Löwe mit dem über 70 Lichtjahre entfernten Stern Regulus.

Tief im Osten zeigen sich schon die Vorboten des Frühlings. Das Sternbild Jungfrau und der Bärenhüter, auch Bootes genannt, mit dem hellen Riesenstern Arkturus. Hoch im Nordosten finden wir schliesslich eine der bekanntesten Sternenformationen der nördlichen Hemisphäre: den Großen Wagen. Diese Struktur, die in Nordamerika auch "The big dipper" (deutsch: "Der große Löffel") genannt wird, ist Teil des ausgedehnten Sternbilds Großer Bär.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • Riegel: Mehrfachsternsystem im Sternbild Orion, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • Mizar/Alkor: Doppelstern im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 80 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur steht im März zu nahe an der Sonne - er ist nicht beobachtbar.

Die Venus ist am Abendhimmel weiterhin sehr deutlich (mit ca -4.0m) am Westhimmel in der beginnenden Dämmerung sichtbar. Zu Monatsbeginn geht der Planet etwa um 20:45 Uhr(MEZ) unter, am Monatsende erst gegen 23:15 Uhr (MESZ)

Auch Mars ist am Abendhimmel zu finden. Am Monatsanfang versinkt er gegen 20:30 Uhr (MEZ) am Westhorizont aber ab der Monatsmitte wird es wegen der immer späteren Sonnenuntergangszeiten schon schwierig, den Planeten am Abenshimmel auszumachen.

Der Riesenplanet Jupiter ist weiterhin der Planet der ganzen Nacht. Er steht im Sternbild Zwillinge und geht im Osten schon in der Abenddämmerung auf. Mit einer Helligkeit von -2,2m ist er nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel.

Der Ringplanet Saturn ist im März ebenfalls sichtbar. Etwa um 1:30 Uhr (MEZ) geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Skorpion auf - sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 0:30 Uhr (MESZ) morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.
Am 29.3.2015 um 2:00 Uhr morgens (MEZ) wir die Zeit um eine Stunde auf Sommerzeit vorgestellt, es ist dann 3:00 Uhr ( MESZ).
Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.