Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Mai 2015

Sterne

Zu Beginn der Nacht ist der Grosse Wagen, der ein Teil des Sternbilds Grosser Bär ist, im Zenit zu finden. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren zwei Kastensterne etwa fünfmal nach Norden, trifft man im Sternbild Kleiner Wagen auf einen besonderen Stern: Polaris, auch Polarstern genannt. Etwas westlich davon schlängelt sich das eher unscheinbare Sternbild Drache am Himmel.

Blickt man weiter nach Westen, kann man noch die typischen Sterne und Konstellationen des Winters erkennen: Kapella im Sternbild Fuhrmann und Castor und Pollux, die die Köpfe des Sternbilds Zwillinge darstellen.

Verfolgt man den Tierkreis Richtung Süden, trifft man auf bekannte Sternbilder: Den Krebs mit dem Sternhaufen Krippe oder Praesepe, den Löwen mit dem hellen Stern Regulus und die Jungfrau mit der entfernten Sonne Spika.

Im Südosten fällt der rötliche Stern Arkturus im Sternbild Bootes auf. Er bildet zusammen mit Spika und Regulus das Frühlingsdreieck.

Über dem Osthorizont zeigen sich schliesslich die Sternbilder Nördliche Krone mit seinem hellen Stern Gemma sowie die Sternbilder Herkules und Leier.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Katzenaugennebel NGC6543: Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, Entfernung: 3200 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur kann sich Anfang Mai am frühen Westabendhimmel noch ab etwa 21:20 Uhr gegen die Dämmerung durchsetzen. Doch schon ca. eine Stunde später verschwindet der -0,4mag helle Planet im horizontnahen Dunst und geht schließlich gegen 22:45 Uhr ganz unter. Doch schon um den 13. Mai wird er am Abendhimmel nicht mehr auszumachen sein.

Die Venus  ist weiterhin als Abendstern am Osthimmel zu finden und ist das hellste Objekt (-4.3m) nach Sonne und Mond am Abendhimmel.
Sie wandert in diesem Monat von den Hörnern des Stiers weiter ins Sternbild Zwillinge. Ihr Untergang verschiebt sich von etwa 0:35 Uhr am Monatsanfang auf etwa 0:45 Uhr am Monatsende.

Der rote Planet Mars steht nun zu nahe an der Sonne und bleibt deshalb bis September unbeobachtbar.

Der Riesenplanet Jupiter ist am Abend gut zu sehen. Am Monatsanfang geht er gegen gegen 3:20 Uhr, am Monatsende bereits kurz nach 1:30 Uhr im Westen unter.

Der Ringplanet Saturn erreicht 23. Mai seine Oppositionsstellung - für Beobachtungen ist das der beste Zeitpunkt! Derzeit ist Saturn Rückläufig im Sternbild Skorpion zu finden (er bewegt sich scheinbar in Richtung Osten gegenüber dem Fixsternhimmel) und wird Anfang Juni dann wieder Rechtläufig (Bewegung nach Westen gegenüber dem Fixsternenhimmel). Am Monatsanfang steigt der Planet kurz nach 22:00 Uhr über den Horizont - am Monatsende dann schon gegen 20:00 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!
Am Freitag, dem 1. Mai (gesetzl. Feiertag) bleibt die Sternwarte geschlossen!

Der Sternenhimmel im April 2015

Sterne

Blicken wir an einem Aprilabend nach Norden, fällt besonders der markante Grosse Wagen auf. Zu dieser Jahreszeit erreicht er in den Abendstunden seine grösste Höhe, steht jedoch “auf dem Kopf”. Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Kastensternen etwa fünfmal Richtung Horizont, so trifft man auf den Polarstern.

Im Westen verabschieden sich die Wintersternbilder von der Himmelsbühne. Stier, Orion und Grosser Hund sind nur noch am frühen Abend gut zu sehen.

Hoch am Himmel zeigen sich die Konstellationen Fuhrmann, Zwillinge und Krebs. Sie haben jetzt eine sehr gute Position für astronomische Beobachtungen.

Im Süden steht momentan das sehr ausgedehnte, aber relativ unauffällige Sternbild der Wasserschlange. Richtung Osten sind bereits die charakteristischen Sterne des Frühlings zu finden. Besonders sehenswert ist das sogenannte Frühlingsdreieck, das aus den hellen Sternen Spica in der Jungfrau, Arkturus im Bärenhüter (Bootes) und Regulus im Löwen aufgebaut ist.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M35: Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2700 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist ab dem 20. April am Abendhimmel zu finden. Etwa 20 Minuten nach Sonnenuntergang wird er als auffälliges -1,3 mag helles Pünktchen am Westhorizont auftauchen. Seine Untergangszeit verspätet sich von etwa 21:30 Uhr am 20.4. auf etwa 22:30 Uhr am Monatsende.

Die Venus  ist weiterhin als Abendstern am frühen Abend am Westhimmel zu finden und ist unübersehbar das Hellste Objekt (ca. -4m) nach Sonne und Mond am Abendhimmel. Im April durquert sie das Sternbild Stier, vorbei an den Plejaden (11.04.) und dem Stern Aldebaran (um den 21.04) bis sie zu Monatsende in den "Hörnern" des Stiers angelangt ist. Ihre Untergangszeit ändert sich dabei von etwa halb zwölf Uhr auf etwa halb ein Uhr morgens. Die Beobachtungsbedingungen für die Venus sind in diesem Monat also als sehr gut zu bezeichnen.

Mars befindet sich kurz nach Sonnenuntergang am Westhorizont, ist aber wohl nur noch mit einem Fernglas oder Teleskop auszumachen, da er sich nicht gegen die Abenddämerung durchsetzen kann. Am 23.04. begegnet er dem Planeten Merkur und sollte deshalb an diesem Abend mit einem Feldstecher leicht zu finden sein.

Der Riesenplanet Jupiter ist schon bei Sonnenuntergang hoch am Himmel im Sternbild Krebs zu finden. Mit einer Helligkeit von -2,2m ist er nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel. Am Monatsanfang geht er gegen 5:20 Uhr, am Monatsende bereits gegen 3:30 Uhr im Westen unter.

Der Ringplanet Saturn geht zu Monatsbeginn um etwa 0:30 Uhr mit dem Sternbild Skorpion auf - sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 23:30 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat April Dienstags und Freitags erst ab 21:00 Uhr geöffnet ist. Am Karfreitag (gesetzlicher Feiertag) bleibt die Sternwarte geschlossen!

Der Sternenhimmel im März 2015

Sterne

Direkt unter dem Polarstern und dem Kleinen Bären findet man in diesem Monat die Sternbilder Kepheus und Drache.

Schwenkt man weiter nach Westen, fällt zunächst die W-förmige Struktur der Kassiopeia auf. In direkter Nachbarschaft kann man auch das Sternbild Perseus und die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei erkennen.

Genau im Westen befindet sich der aufrecht orientierte Kopf des Stiers. Auffällig ist sein rotes Auge, der 65 Lichtjahre entfernte rote Riesenstern Aldebaran. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich auch die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Auf dem linken Horn des Stiers ist ein weiteres markantes Sternbild förmlich „aufgespiesst“: Der Fuhrmann mit dem 42 Lichtjahre entfernten Stern Kapella. Mit einem Teleskop kann man in dieser Himmelsregion auch drei sehr auffällige offene Sternhaufen beobachten.

Weiter im Süden sind zwei dominante Wintersternbilder zu finden: Der antike Jäger Orion und der Große Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Etwas höher über dem Südhorizont sind drei Sternbilder des Tierkreises aufgereiht: Die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux, der Krebs mit dem prächtigen offenen Sternhaufen Praesepe und der Löwe mit dem über 70 Lichtjahre entfernten Stern Regulus.

Tief im Osten zeigen sich schon die Vorboten des Frühlings. Das Sternbild Jungfrau und der Bärenhüter, auch Bootes genannt, mit dem hellen Riesenstern Arkturus. Hoch im Nordosten finden wir schliesslich eine der bekanntesten Sternenformationen der nördlichen Hemisphäre: den Großen Wagen. Diese Struktur, die in Nordamerika auch "The big dipper" (deutsch: "Der große Löffel") genannt wird, ist Teil des ausgedehnten Sternbilds Großer Bär.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • Riegel: Mehrfachsternsystem im Sternbild Orion, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • Mizar/Alkor: Doppelstern im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 80 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur steht im März zu nahe an der Sonne - er ist nicht beobachtbar.

Die Venus ist am Abendhimmel weiterhin sehr deutlich (mit ca -4.0m) am Westhimmel in der beginnenden Dämmerung sichtbar. Zu Monatsbeginn geht der Planet etwa um 20:45 Uhr(MEZ) unter, am Monatsende erst gegen 23:15 Uhr (MESZ)

Auch Mars ist am Abendhimmel zu finden. Am Monatsanfang versinkt er gegen 20:30 Uhr (MEZ) am Westhorizont aber ab der Monatsmitte wird es wegen der immer späteren Sonnenuntergangszeiten schon schwierig, den Planeten am Abenshimmel auszumachen.

Der Riesenplanet Jupiter ist weiterhin der Planet der ganzen Nacht. Er steht im Sternbild Zwillinge und geht im Osten schon in der Abenddämmerung auf. Mit einer Helligkeit von -2,2m ist er nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel.

Der Ringplanet Saturn ist im März ebenfalls sichtbar. Etwa um 1:30 Uhr (MEZ) geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Skorpion auf - sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 0:30 Uhr (MESZ) morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.
Am 29.3.2015 um 2:00 Uhr morgens (MEZ) wir die Zeit um eine Stunde auf Sommerzeit vorgestellt, es ist dann 3:00 Uhr ( MESZ).
Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Februar 2015

Sterne

Im Norden fallen zunächst die markanten Sternbilder Kassiopeia und der Große Bär (bzw. Große Wagen) auf. Zu dieser Jahreszeit befinden sich beide Sternbilder in der ersten Nachthälfte auf fast gleicher Höhe über dem Horizont. In ihrer Mitte ist der Polarstern zu finden.

Im Westen verabschiedet sich Andromeda mit der imposanten Andromedagalaxie von der Bühne der Nacht. In den nächsten Monaten wird das Sternbild nur noch am Taghimmel erscheinen und für uns nicht mehr zu beobachten sein. Lässt man seinen Blick vom “Himmels-W” Kassiopeia westwärts zum Sternbild Perseus wandern, fällt auf halbem Weg ein nebliger Fleck auf. Dies sind die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei, die sich in einer Entfernung von über 7000 Lichtjahren befinden. Weiter südlich stößt man auf den Stier. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Der Südhimmel wird jedoch von zwei anderen Sternbildern beherrscht: Dem antiken Jäger Orion und dem Großen Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Hoch im Osten ist in dunklen Nächten das eher unscheinbare Sternbild Krebs auszumachen. Mit einem Fernglas kann man in dessen Mitte einen prächtigen Sternhaufen mit dem Namen Praesepe (lat. für Krippe) finden. Tiefer am östlichen Horizont beginnt der Löwe seinen langen Marsch über den Nachthimmel. Sein hellster Stern, der über 70 Lichtjahre entfernte Regulus, befindet sich bei den Vorderpfoten des Raubtiers.

Blickt man in den Wintermonaten genau Richtung Zenith, fällt auf, dass alle hellen Sterne des Abendhimmels eine geschlossene Struktur bilden: das sogenannte Wintersechseck. Diese Konstellation ist aus folgenden Sternen aufgebaut: Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier. In der Mitte des Sechsecks ist der rote Riesenstern Beteigeuze eingebettet.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M46: Offener Sternhaufen mit planetarischem Nebel, Entfernung: 5500 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Millionen Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur steht in diesem Monat zu nahe an der Sonne um von unseren Breiten aus beobachtet zu werden.

Die Venus wird im Februar ihrem Namen Abenstern immer gerechter. Hell leuchtet der Planet am westlichen Himmel. Am Monatsanfang geht sie gegen 19:13 Uhr unter, am Monatende erst gegen 20:31 Uhr. Sie erreicht eine Helligkeit von etwa -3,9m und ist somit neben Sonne und Mond das hellste Objekt am Himmel.

Mars ist ebenfalls abends am Westhorizont zu finden. Sein Untergang ist am Monatsanfang um etwa 20:07 Uhr, am Monatsende gegen 20:15 Uhr.
Am 21. Februar kommt es zu einer Annäherung der Planeten Mars und Venus auf etwa ein halbes Grad, was einem Monddurchmesser entspricht. Schon am 20.2. ergibt sich ein schönes Bild, wenn sich zu den beiden Planeten noch die schmale Mondsichel gesellt.

Der Riesenplanet Jupiter ist auch im Februar der Planet der ganzen Nacht. Er steht im Sternbild Löwe und wechselt am 4.2. ins Sternbild Krebs. Er geht im Osten schon in der Abenddämmerung auf und erst am Morgen mit der Sonne unter. Mit einer Helligkeit von -2,6m ist er nach Sonne Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel.
Am 6. Februar erreicht Jupiter seine Oppositionsstellung - er steht auf einer Linie mit Sonne und Erde. Damit erreicht er seinen erdnächsten Punkt auf seiner Bahn. Der Abstand zur Erde bertägt dann "nur" rund 650 Millionen Kilometer.

Der Ringplanet Saturn ist auch im Februar sichtbar.
Etwa um 3:07 Uhr geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Skorpion auf - sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf kurz vor halb zwei Uhr morgens. Dabei wechselt er am 23.2. ins Sternbild Schlangenträger.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Januar 2015

Sterne

Beim Blick nach Norden befinden sich östlich bzw. rechts vom Polarstern die sieben Sterne des Großen Wagens. Diese Sternkonstellation ist Teil des größeren Sternbilds Großer Bär und wird in den nächsten Monaten immer höher am Abendhimmel zu finden sein.

Im Westen steht das ausgedehnte Herbstviereck, das aus den hellsten Sternen der Sternbilder Pegasus und Andromeda aufgebaut ist.

Über uns, nahe des Zenit, thronen die Sternbilder Perseus und Fuhrmann sowie das berühmte “Himmels-W” Kassiopeia.

Hoch im Süden zeigt sich der Stier mit seinem rötlichem Auge, dem Sternriesen Aldebaran. Etwas westlicher davon befindet sich das markante Siebengestirn der Plejaden. Unterhalb des Stiers prangt das beeindruckendste Sternbild der Wintermonate: Orion, der Jäger der Antike. Der zentrale Teil, drei nebeneinander liegende helle Sterne, symbolisieren den Gürtel des Helden. Links oberhalb der Gürtelsterne wird die rechte Schulter durch den roten Riesenstern Beteigeuze dargestellt. Schräg gegenüber befindet sich der linke Fuß des Jägers, der bläulich-weiße Stern Rigel. Der hellste Stern des Nachthimmels ist jedoch die rund 9 Lichtjahre entfernte Sonne Sirius im Sternbild Großer Hund, das unterhalb des Orion zu finden ist.

Über dem östlichen Horizont zeigen sich in den Januarabenden schon zwei weitere Sternbilder der Tierkreises: Der Krebs und die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre Eskimonebel

  • NGC2392: Eskimonebel, planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 5000 Lichtjahre

  • M81: Bodes Galaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

 

Planeten

Der Planet Merkur wandert zu Monatsbeginn an den Abendhimmel. Aber erst ab etwa 7. Januar um etwa 17:15 Uhr wird sich der Planet mit einer Helligkeit von etwa -0,8 mag gegen die Abenddämmerung durchsetzen können, verblasst aber schon ca. 20 Minuten später in den horizontnahen Dunstschichten (Untergang 17:55 Uhr). Bis zum 19. Januar ist Merkur dann mit einer auf etwa -0,1 mag sinkenden Helligkeit noch gut beobachtbar. Sein Untergang ist dann etwa um 18:29 Uhr. Ab 20. Januar sinkt dann die Helligkeit noch weiter und ab dem 21. Januar ist das 0,5 mag schwache Leuchten in der Dämmerung kaum mehr ausmachbar.
Zum Auffinden des Merkurs haben wir diesen Monat einen deutlichen Wegweiser:
Der Planet Venus steht am 7.1 nur etwa 1° nord-östlich des Merkurs, am 20.1 dann etwa 5° östlich.

Die Venus  ist am Monatsbeginn weiterhin als Abendstern sichtbar. Mit -3,9 mag Helligkeit geht sie am 1. Januar schon gegen 17:45 unter. Die Untergangszeitverschiebt sich bis Monatsende auf etwa 19:10 Uhr.

Mars wandert am Monatsanfang vom Sternbild Steinbock ins Sternbild Wassermann. Seine Untergangszeiten verspäten sich von etwa 19:55 Uhr am Monatsbeginn auf etwa 20:07 am Monatsende.
Sein Erdabstand vergrößert sich immer mehr - auch mit einem Teleskop sind auf dem 4,8  bis 4,4 Winkelsekunden kleinem Planetenscheibchen inzwischen keine Oberflächendetails mehr erkennbar.

Der Riesenplanet Jupiter ist inzwischen der Planet der ganzen Nacht. Er steht im Sternbild Löwe und geht am Monatsanfang bereits gegen 19:58 Uhr auf. Bis Monatsende verfrüht sich sein Aufgang bis auf 17:42 Uhr. Mit einer Helligkeit von etwa -2,5m ist er nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel.

Der Ringplanet Saturn befindet sich im Januar am Morgenhimmel.
Etwa um 4:56 Uhr geht er am Monatsanfang auf und wandert nun durch das Sternbild Skorpion. Sein Aufgang verfrüht sich bis zum Monatsende auf kurz nach drei Uhr morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.