Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im September 2014

Sterne

Wenn man an einem Spätsommerabend direkt nach oben blickt, fallen drei hellere Sterne auf: Wega im Sternbild Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Die Verbindungslinien dieser Sterne bilden das sogenannte Sommerdreieck. Weiter im Westen findet man Herkules, das leicht zu erkennende Sternbild Nördliche Krone und den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bootes.

Verfolgt man das neblige Band der Milchstrasse über Schwan und Adler weiter Richtung Südwesten, so stößt man knapp über dem Horizont auf das Sternbild Schütze, das aufgrund seiner Form im Englischen auch "teapot" (Teekessel) genannt wird. In dieser Blickrichtung befindet sich auch das Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie.

Bereits sehr hoch im Osten stehen die Sternbilder Pegasus und Andromeda. Vier helle Sterne des Pegasus bilden ein Quadrat, das auch Herbstviereck genannt wird. Direkt darunter können auch die Fische, ein eher unscheinbare Sternbild des Tierkreises, gefunden werden.

Blickt man schliesslich in nördliche Richtung auf das Band der Milchstrasse, erkennt man zunächst das auffällige "Himmels-W", das Sternbild Kassiopeia. Darunter befindet sich Perseus mit den hellen Sternen Mirfak und Algol. Letzterer wird aufgrund seiner schwankenden Helligkeit auch "Teufelsstern" genannt.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13 : Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre
  • M11 : Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre
  • M17 : Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre
  • Albireo : Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre
  • M27 : Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre
  • M57 : Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre
  • M31 : Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre
  • M33 : Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre
  • h+Chi Persei : Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
  • NGC457 : Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur steht zu nahe an der Sonne, er ist im September nicht sichtbar.

Der Planet Venus ist anfang September noch am Morgenhimmel zu finden. Sie steht nahe des östlichen Horizonts und verschwindet immer mehr in der morgentlichen Dämmerung.

Den Planeten Mars finden wir schon in der abendlichen Dämmerung am westlichen Horizont. Er wandert schnell durch das Sternbild Waage und wechselt am 13.September ins Sternbild Skorpion Jeden Abend kann man beobachten, wie er ein Stückchen weiter auf diesem Weg gekommen ist.

Jupiter ist am Monatsanfang ganz in der nähe der Venus im Sternbild Krebs am Morgenhimmel zu finden. Mit einer Heligkeit von -1,9mag ist er zu Monatsbeginn nach der Venus der zweithellste Planet am Morgenhimmel. Da die Venus aber bald vom Morgenhimmel verschwindet, wird er zum dominierenden Himmelskörper am Morgenhimmel. Jupiter geht am Monatsanfang gegen 4 Uhr, am Monatsende dann schon kurz nach 2:30 Uhr auf.

Auch der Ringplanet Saturn zeigt sich nur noch noch im Dunst der Abenddämmerung und ab der Monatsmitte wird es schwierig, ihn überhaupt noch knapp über dem Horizont wahrzunehmen. Wie der Mars steht er im Sternbild Waage. Zu monatsbegin geht er noch gegen 22:30 Uhr unter, am Monatsende aber bereis gegen dreiviertel 9 Uhr abends.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.
Achtung:
Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten September bis März (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags schon ab 20:00 Uhr geöffnet wird!

 

Der Sternenhimmel im August 2014

Sterne

In den Augustabenden sinkt der Große Wagen täglich ein kleines Stück näher zum Nordhorizont. Gleichzeitig steigt das „Himmels-W“, die Kassiopeia, stetig Richtung Zenit. Fast genau zwischen diesen beiden markanten Sternbildern steht der Polarstern. Da sich dieser Stern nahezu in der Verlängerung unserer Erdachse befindet, ist seine Position am Himmel zu jeder Uhr- und Jahreszeit fast gleich. Unmittelbar darüber kann man bei dunklem Himmel die Sternbilder Kepheus und Drache finden. Beim Blick Richtung Westen fällt der helle Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter auf. Hier handelt es sich um einen Roten Riesen, der etwa 37 Lichtjahre von uns entfernt ist. Tief im Süden zeigen sich im August die Sternbilder Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, in dessen Nähe sich sehr viele interessante Sternhaufen und Galaktische Nebel befinden. In ländlichen Gegenden, ohne störende Lichtquellen, kann man ein helles breites Band am Himmel erkennen, das vom Schützen im Süden, über den Schwan und die Leier im Zenit, bis zur Kassiopeia im Nordosten verläuft. Das ist die Milchstrasse - unsere Heimatgalaxie! Im Osten zeigen sich bereits Vorboten des Herbstes: Die Sternbilder des Himmelspferds Pegasus und der äthiopischen Prinzessin Andromeda.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M24: Kleine Sagittariuswolke, Sternwolke im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M22: Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre Anmerkungen

Planeten

Die Planet Merkur ist in diesm Monat nicht zu sehen.

Die Venus ist dagegen weiterhin als Morgenstern mit einer Helligkeit von -3,9mag am Monatsanfang ab etwa 4:00 Uhr ( Monatsende etwa 5:00 Uhr) am Morgenhimmel zu finden, verblasst aber bald in der morgentlichen Dämmerung.

Mars verabschiedet sich vom Abendhimmel. Am Monatsanfang geht der rote Planet schon gegen 23:30 Uhr, am Monatsende bereits gegen 20:20 Uhr unter. Seine Eigenbewegung behält er dabei in Richtung Osten bei: Am Monatsanfang noch in der Jungfrau wandert er unterhalb des Saturns vorbei durchs Sternbild Waage in Richtung des des Sternes Antares im Skorpion.

Jupiter ist inzwischen an den Morgenhimmel gewandert. Ab Mitte des Monats sollte er in der nähe der Venus auftauchen - am Morgen des 18.8. ziehen die beiden Planeten mit einem Abstand nur 0,2 Grad aneinander vorbei.

Der Ringplanet Saturn beendet jetzt sehr schnell seinen Sommerauftritt am Nachthimmel. Am Monatsanfang ist der Planet im südwesten beobachtbar (Untergang ca 0:30 Uhr), zum Monatsende verschwindet er aber schon gegen 22:30 Uhr unter dem Horizont.

 

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat August  (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 21:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juli 2014

 Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende. Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.

Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.

Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.

Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

 

Planeten

Merkur der am 19. Juni an der Sonne vorbei zog, ist im Juli wieder am Morgenhimmel zu finden. Es dauert aber etwa bis zum 20. Juli, bis der sonnennächste Planet genügend Winkelabstand zur Sonne gewonnen hat, dass er in der hellen Morgendämmerug sichtbar wird. Am 20. Juli geht er kurz nach 4:00 Uhr auf und wird ca. eine halbe Stunde später sichtbar werden. Doch schon um den 26. Juli wird er wieder unsichtbar, um dann am 29. Juli erneut die Sonnenseite zu wechseln.

Venus bleibt weiterhin als Morgenstern am östlichen Horizont kurz vor Sonnenaufgang sichtbar (Aufgang Monatsanfang ca 3:25 Uhr, Monatsende etwa 3:50 Uhr, Helligkeit ca. -3,9 mag ), verblasst aber sehr schnell in der morgentlichen Dämmerung.

Die Beobachtung des Planeten Mars ist in diesem Monat in der ersten Nachthälfte noch möglich. Mars ist in der abendlichen Dämmerung mit einer Helligkeit von etwa 0mag im Südwesten im Sternbild Jungfrau zu finden. Seine rötliche Färbung verrät den Planeten sofort. Er verändert seine Position und wechselt am 12. Juli von der rechten Seite des hellen Fixsterns Spika zur linken. Zu Monatanfang geht er gegen 1:30 Uhr, am Monatsende bereits kurz vor Mittrnacht unter.

Jupiter ist in diesem Monat zu nahe an der Sonne, als dass man ihn beobachten könnte. Erst im August erscheint er wieder am Morgenhimmel.

Saturn ist am Abend im Süden im Sternbild Waage zu finden. Nach seiner Oppositionsstellung im Mai ist der Saturn immer noch in "Erdnähe" und ist somit sehr hell. Schon mit einem Fernglas kann man sein einzigartiges Ringsystem erkennen - die Verfolgung seiner Monde mit einem Teleskop ist ein lohnendes Beobachtungsziel. Zu Monatsbeginn geht Saturn kurz nach 2:30 Uhr und am Monatsende dann schon kurz nach Mitternacht unter.

 

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

 

Der Sternenhimmel im Juni 2014

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist auf der Sternkarte nur noch zum Teil zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur beendet seinen Auftritt am Abendhimmel. Er ist wieder zu nah an der Sonne als dass wir ihn beobachten könnten. Am 19.
Juni zieht er an der Sonne vorbei, um dann im Juli wieder am Morgenhimmel aufzutauchen.

Venus bleibt weiterhin als Morgenstern am östlichen Horizont kurz vor Sonnenaufgang sichtbar (Aufgang Monatsanfang ca 3:50 Uhr, monatsende etwa 3:25 Uhr, Helligkeit ca. -4 mag ), verblasst aber sehr schnell in der morgentlichen Dämmerung.

Die Bedingungen den Planeten Mars zu beobachten, sind in diesem Monat noch gut. Mars ist in der abendlichen Dämmerung mit einer Helligkeit von etwa 0mag im Süden im Sternbild Jungfrau zu finden. Seine rötliche Färbung verrät den Planeten sofort. Zu Monatanfang geht er gegen 3:00 Uhr am Monatsende bereits gegen 1:30 Uhr unter.

Jupiter beendet seinen Auftritt am Abendhimmel. Tief im Westen stehend ist er in der abendlichen Dämmerung am Monatsanfang noch zu sehen, am Monatsende wird er unbeobachtbar. Erst im August wird er, dann aber am Morgenhimmel, wieder sichtbar.

Saturn ist am Abend ebenfalls im Süden im Sternbild Waage zu finden.
 Nach seiner Oppositionsstellung im Mai ist der Saturn immer noch in "Erdnähe" und ist somit sehr hell. Schon mit einem Fernglas kann man sein einzigartiges Ringsystem erkennen, das bei der Beobachtung mit unseren Teleskopen schon viele Besucher in unglaubliches Staunen versetzt hat.

 

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

 

Der Sternenhimmel im Mai 2013

Sterne

Zu Beginn der Nacht ist der Grosse Wagen, ein Teil des Sternbilds Grosser Bär ist, im Zenit zu finden. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren zwei Kastensterne etwa fünfmal nach Norden, trifft man im Sternbild Kleiner Wagen auf einen besonderen Stern: Polaris, auch Polarstern genannt. Etwas westlich davon schlängelt sich das eher unscheinbare Sternbild Drache am Himmel.

Blickt man weiter nach Westen, kann man noch die typischen Sterne und Konstellationen des Winters erkennen: Kapella im Sternbild Fuhrmann und Castor und Pollux, die die Köpfe des Sternbilds Zwillinge darstellen.

Verfolgt man den Tierkreis Richtung Süden, trifft man auf bekannte Sternbilder: Den Krebs mit dem Sternhaufen Krippe oder Praesepe, den Löwen mit dem hellen Stern Regulus und die Jungfrau mit der entfernten Sonne Spika.

Im Südosten fällt der rötliche Stern Arkturus im Sternbild Bootes auf. Er bildet zusammen mit Spika und Regulus das Frühlingsdreieck.

Über dem Osthorizont zeigen sich schliesslich die Sternbilder Nördliche Krone mit seinem hellen Stern Gemma sowie die Sternbilder Herkules und Leier.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Katzenaugennebel NGC6543: Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, Entfernung: 3200 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

 

Planeten

Der Planet Merkur ist ab etwa dem 10. Mai am frühen Westabendhimmel (ca. 21:30 bis 22:00 Uhr) sichtbar und gewinnt bis zum 25. einen immer größeren Winkelabstand zur Sonne (größte östliche Elongation, ca. 22,7°). Somit sind die Beobachtungsverhältnisse "für seine Verhältnisse" in diesem Monat als sehr gut zu bezeichnen.

Die Venus  ist weiterhin als Morgenstern am frühen Morgen am Osthimmel zu finden und ist das hellste Objekt (-4.1m) nach Sonne und Mond am Morgenhimmel. Doch ihr heller Glanz verliert sich immer mehr in der Morgendämmerung.
Sie geht etwa 80 Minuten vor Sonnenaufgang auf, ist aber dann etwa eine halbe Stunde vor Sonneaufgang in der zunehmenden Helligkeit nicht mehr auszumachen.

Mars ist am Monatsanfang schon um etwa 23:30 Uhr in seiner höchsten Stellung am Himmel (Kulmination). Seine rötliche Färbung verrät den -1,2m hellen Himmelskörper sofort. Mars hat dann am 20. Mai seine Oppositionsschleife beendet. Er bewegt sich dann wieder rechtläufig (vergl.: Der Sternenhimmel im April 2014). Am Monatsanfang geht er erst um etwa viertel nach fünf Uhr Morgens unter, am Monatsende dann schon gegen 3:00 Uhr wobei sich seine Helligkeit im Laufe des Monats auf -0,5m verringert.

Der Riesenplanet Jupiter ist jetzt nur noch Abends zu sehen. Die Beobachtungsmöglichkeiten nehmen jetzt sehr schnell ab - nicht zuletzt wegen der immer später einsetztenden Dämmerung. Er steht in der sternreichen Gegend um das Sternbild Zwillinge. Mit einer Helligkeit von -2,0m ist er nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel. Am Monatsanfang geht er gegen 2:00 Uhr, am Monatsende bereits kurz nach 24:00 Uhr MESZ im Westen unter.

Der Ringplanet Saturn geht am Monatsanfang gegen 21:15 Uhr mit dem Sternbild Waage auf - sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 19:00 Uhr, wobei es da ja noch heller Tag ist, er sich also mit seiner Helligkeit von ca +0,1m erst in der Dämmerung bemerkbar macht. Am 10. Mai erreicht Saturn seine Oppositionsstellung - für Beobachtungen ist der Mai also bestens geeignet!

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!