Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Juli 2014

 Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende. Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.

Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.

Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.

Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

 

Planeten

Merkur der am 19. Juni an der Sonne vorbei zog, ist im Juli wieder am Morgenhimmel zu finden. Es dauert aber etwa bis zum 20. Juli, bis der sonnennächste Planet genügend Winkelabstand zur Sonne gewonnen hat, dass er in der hellen Morgendämmerug sichtbar wird. Am 20. Juli geht er kurz nach 4:00 Uhr auf und wird ca. eine halbe Stunde später sichtbar werden. Doch schon um den 26. Juli wird er wieder unsichtbar, um dann am 29. Juli erneut die Sonnenseite zu wechseln.

Venus bleibt weiterhin als Morgenstern am östlichen Horizont kurz vor Sonnenaufgang sichtbar (Aufgang Monatsanfang ca 3:25 Uhr, Monatsende etwa 3:50 Uhr, Helligkeit ca. -3,9 mag ), verblasst aber sehr schnell in der morgentlichen Dämmerung.

Die Beobachtung des Planeten Mars ist in diesem Monat in der ersten Nachthälfte noch möglich. Mars ist in der abendlichen Dämmerung mit einer Helligkeit von etwa 0mag im Südwesten im Sternbild Jungfrau zu finden. Seine rötliche Färbung verrät den Planeten sofort. Er verändert seine Position und wechselt am 12. Juli von der rechten Seite des hellen Fixsterns Spika zur linken. Zu Monatanfang geht er gegen 1:30 Uhr, am Monatsende bereits kurz vor Mittrnacht unter.

Jupiter ist in diesem Monat zu nahe an der Sonne, als dass man ihn beobachten könnte. Erst im August erscheint er wieder am Morgenhimmel.

Saturn ist am Abend im Süden im Sternbild Waage zu finden. Nach seiner Oppositionsstellung im Mai ist der Saturn immer noch in "Erdnähe" und ist somit sehr hell. Schon mit einem Fernglas kann man sein einzigartiges Ringsystem erkennen - die Verfolgung seiner Monde mit einem Teleskop ist ein lohnendes Beobachtungsziel. Zu Monatsbeginn geht Saturn kurz nach 2:30 Uhr und am Monatsende dann schon kurz nach Mitternacht unter.

 

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

 

Der Sternenhimmel im Juni 2014

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist auf der Sternkarte nur noch zum Teil zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur beendet seinen Auftritt am Abendhimmel. Er ist wieder zu nah an der Sonne als dass wir ihn beobachten könnten. Am 19.
Juni zieht er an der Sonne vorbei, um dann im Juli wieder am Morgenhimmel aufzutauchen.

Venus bleibt weiterhin als Morgenstern am östlichen Horizont kurz vor Sonnenaufgang sichtbar (Aufgang Monatsanfang ca 3:50 Uhr, monatsende etwa 3:25 Uhr, Helligkeit ca. -4 mag ), verblasst aber sehr schnell in der morgentlichen Dämmerung.

Die Bedingungen den Planeten Mars zu beobachten, sind in diesem Monat noch gut. Mars ist in der abendlichen Dämmerung mit einer Helligkeit von etwa 0mag im Süden im Sternbild Jungfrau zu finden. Seine rötliche Färbung verrät den Planeten sofort. Zu Monatanfang geht er gegen 3:00 Uhr am Monatsende bereits gegen 1:30 Uhr unter.

Jupiter beendet seinen Auftritt am Abendhimmel. Tief im Westen stehend ist er in der abendlichen Dämmerung am Monatsanfang noch zu sehen, am Monatsende wird er unbeobachtbar. Erst im August wird er, dann aber am Morgenhimmel, wieder sichtbar.

Saturn ist am Abend ebenfalls im Süden im Sternbild Waage zu finden.
 Nach seiner Oppositionsstellung im Mai ist der Saturn immer noch in "Erdnähe" und ist somit sehr hell. Schon mit einem Fernglas kann man sein einzigartiges Ringsystem erkennen, das bei der Beobachtung mit unseren Teleskopen schon viele Besucher in unglaubliches Staunen versetzt hat.

 

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

 

Der Sternenhimmel im Mai 2013

Sterne

Zu Beginn der Nacht ist der Grosse Wagen, ein Teil des Sternbilds Grosser Bär ist, im Zenit zu finden. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren zwei Kastensterne etwa fünfmal nach Norden, trifft man im Sternbild Kleiner Wagen auf einen besonderen Stern: Polaris, auch Polarstern genannt. Etwas westlich davon schlängelt sich das eher unscheinbare Sternbild Drache am Himmel.

Blickt man weiter nach Westen, kann man noch die typischen Sterne und Konstellationen des Winters erkennen: Kapella im Sternbild Fuhrmann und Castor und Pollux, die die Köpfe des Sternbilds Zwillinge darstellen.

Verfolgt man den Tierkreis Richtung Süden, trifft man auf bekannte Sternbilder: Den Krebs mit dem Sternhaufen Krippe oder Praesepe, den Löwen mit dem hellen Stern Regulus und die Jungfrau mit der entfernten Sonne Spika.

Im Südosten fällt der rötliche Stern Arkturus im Sternbild Bootes auf. Er bildet zusammen mit Spika und Regulus das Frühlingsdreieck.

Über dem Osthorizont zeigen sich schliesslich die Sternbilder Nördliche Krone mit seinem hellen Stern Gemma sowie die Sternbilder Herkules und Leier.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Katzenaugennebel NGC6543: Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, Entfernung: 3200 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

 

Planeten

Der Planet Merkur ist ab etwa dem 10. Mai am frühen Westabendhimmel (ca. 21:30 bis 22:00 Uhr) sichtbar und gewinnt bis zum 25. einen immer größeren Winkelabstand zur Sonne (größte östliche Elongation, ca. 22,7°). Somit sind die Beobachtungsverhältnisse "für seine Verhältnisse" in diesem Monat als sehr gut zu bezeichnen.

Die Venus  ist weiterhin als Morgenstern am frühen Morgen am Osthimmel zu finden und ist das hellste Objekt (-4.1m) nach Sonne und Mond am Morgenhimmel. Doch ihr heller Glanz verliert sich immer mehr in der Morgendämmerung.
Sie geht etwa 80 Minuten vor Sonnenaufgang auf, ist aber dann etwa eine halbe Stunde vor Sonneaufgang in der zunehmenden Helligkeit nicht mehr auszumachen.

Mars ist am Monatsanfang schon um etwa 23:30 Uhr in seiner höchsten Stellung am Himmel (Kulmination). Seine rötliche Färbung verrät den -1,2m hellen Himmelskörper sofort. Mars hat dann am 20. Mai seine Oppositionsschleife beendet. Er bewegt sich dann wieder rechtläufig (vergl.: Der Sternenhimmel im April 2014). Am Monatsanfang geht er erst um etwa viertel nach fünf Uhr Morgens unter, am Monatsende dann schon gegen 3:00 Uhr wobei sich seine Helligkeit im Laufe des Monats auf -0,5m verringert.

Der Riesenplanet Jupiter ist jetzt nur noch Abends zu sehen. Die Beobachtungsmöglichkeiten nehmen jetzt sehr schnell ab - nicht zuletzt wegen der immer später einsetztenden Dämmerung. Er steht in der sternreichen Gegend um das Sternbild Zwillinge. Mit einer Helligkeit von -2,0m ist er nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel. Am Monatsanfang geht er gegen 2:00 Uhr, am Monatsende bereits kurz nach 24:00 Uhr MESZ im Westen unter.

Der Ringplanet Saturn geht am Monatsanfang gegen 21:15 Uhr mit dem Sternbild Waage auf - sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 19:00 Uhr, wobei es da ja noch heller Tag ist, er sich also mit seiner Helligkeit von ca +0,1m erst in der Dämmerung bemerkbar macht. Am 10. Mai erreicht Saturn seine Oppositionsstellung - für Beobachtungen ist der Mai also bestens geeignet!

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

 

 

Der Sternenhimmel im April 2014

Sterne

Blicken wir an einem Aprilabend nach Norden, fällt besonders der markante Grosse Wagen auf. Zu dieser Jahreszeit erreicht er in den Abendstunden seine grösste Höhe, steht jedoch “auf dem Kopf”. Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Kastensternen etwa fünfmal Richtung Horizont, so trifft man auf den Polarstern.

Im Westen verabschieden sich die Wintersternbilder von der Himmelsbühne. Stier, Orion und Grosser Hund sind nur noch am frühen Abend gut zu sehen.

Hoch am Himmel zeigen sich die Konstellationen Fuhrmann, Zwillinge und Krebs. Sie haben jetzt eine sehr gute Position für astronomische Beobachtungen.

Im Süden steht momentan das sehr ausgedehnte, aber relativ unauffällige Sternbild der Wasserschlange. Richtung Osten sind bereits die charakteristischen Sterne des Frühlings zu finden. Besonders sehenswert ist das sogenannte Frühlingsdreieck, das aus den hellen Sternen Spica in der Jungfrau, Arkturus im Bärenhüter (Bootes) und Regulus im Löwen aufgebaut ist.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M35: Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2700 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

 

Planeten

Der Planet Merkur versteckt sich den ganzen Monat über am Taghimmel und ist deshalb für uns nicht zu sehen. Am 26. April überholt er auf seiner scheinbaren  Bahn die Sonne (obere Konjunktion).

Die Venus  ist weiterhin als Morgenstern am frühen Morgen am Osthimmel zu finden und ist unübersehbar das Hellste Objekt (-4.4m) nach Sonne und Mond am Morgenhimmel. Doch der jetzt immer früher stattfindende Sonnenaufgang schmälert ihren Glanz.
Bis zum Monatsende erreicht sie eine Helligkeit von -4,1m und bewegt sich von uns immer weiter weg. Bald wird sie dann wieder hinter der Sonne verschwinden, um anschließend als Abendstern wieder aufzutauchen.

Mars ist am Monatsanfang schon kurz nach Sonnenuntergang am Osthorizont im Sternbild Jungfrau zu sehen. Seine rötliche Färbung verrät den -1,5m hellen Himmelskörper sofort. Mars hat am 8. April seine Oppositionsstellung zur Erde ind ist deshalb besonders gut zu beobachten. Er bewegt sich im April dann durch seine Oppositionsschleife; das bedeutet, dass er sich am Himmel scheinbar rückläufig bewegt. Dieser Effekt ensteht dann, wenn die Erde den Planeten auf der innenseite überholt.

Der Riesenplanet Jupiter ist schon bei Sonnenuntergang hoch am Himmel zu finden. Er steht in der sternreichen Gegend um das Sternbild Zwillinge. Mit einer Helligkeit von -2,2m ist er nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel. Am Monatsanfang geht er gegen 3:40 Uhr, am Monatsende bereits gegen 2:00 Uhr MESZ Westen unter.

Der Ringplanet Saturn geht am Monatsanfang gegen 23:20 Uhr mit dem Sternbild Waage auf - sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 21:15 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

 

 

Der Sternenhimmel im März 2014

Sterne

Direkt unter dem Polarstern und dem Kleinen Bären findet man in diesem Monat die Sternbilder Kepheus und Drache.

Schwenkt man weiter nach Westen, fällt zunächst die W-förmige Struktur der Kassiopeia auf. In direkter Nachbarschaft kann man auch das Sternbild Perseus und die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei erkennen.

Genau im Westen befindet sich der aufrecht orientierte Kopf des Stiers. Auffällig ist sein rotes Auge, der 65 Lichtjahre entfernte rote Riesenstern Aldebaran. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich auch die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Auf dem linken Horn des Stiers ist ein weiteres markantes Sternbild förmlich „aufgespiesst“: Der Fuhrmann mit dem 42 Lichtjahre entfernten Stern Kapella. Mit einem Teleskop kann man in dieser Himmelsregion auch drei sehr auffällige offene Sternhaufen beobachten.

Weiter im Süden sind zwei dominante Wintersternbilder zu finden: Der antike Jäger Orion und der Große Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Etwas höher über dem Südhorizont sind drei Sternbilder des Tierkreises aufgereiht: Die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux, der Krebs mit dem prächtigen offenen Sternhaufen Praesepe und der Löwe mit dem über 70 Lichtjahre entfernten Stern Regulus.

Tief im Osten zeigen sich schon die Vorboten des Frühlings. Das Sternbild Jungfrau und der Bärenhüter, auch Bootes genannt, mit dem hellen Riesenstern Arkturus. Hoch im Nordosten finden wir schliesslich eine der bekanntesten Sternenformationen der nördlichen Hemisphäre: den Großen Wagen. Diese Struktur, die in Nordamerika auch „The big dipper“ (deutsch: „Der große Löffel“) genannt wird, ist Teil des ausgedehnten Sternbilds Großer Bär.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • Riegel: Mehrfachsternsystem im Sternbild Orion, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • Mizar/Alkor: Doppelstern im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 80 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur versteckt sich in diesem Monat in der morgentlichen Dämmerung. Obwohl er etwa Mitte des Monats seine größte Elongation (=größter Winkelabstand zur Sonne) erreicht, gewinnt er von Mitteleuropa aus gesehen wegen der morgens sehr flach liegenden Ekliptik keinen großen Winkelabstand zum Horizont. Er bleibt für uns unsichtbar.

Die Venus  ist am Morgenhimmel weiterhin sehr deutlich (mit ca -4.7m) am Südosthimmel sichtbar. Mit einem Teleskop kann man zu Monatsbeginn ihre sichelförmige Gestalt erkennen, die sich bis zum 23. März in eine Halbvenus wandelt. Anschließend wird sie immer runder und kleiner. Zu Monatsbeginn geht Venus kurz vor 5 Uhr (MEZ) morgens auf, am Monatsende um ca 5:30 Uhr (MESZ)

Mars ist am Monatsanfang ab kurz nach 23:00 Uhr (MEZ) am Osthorizont im Sternbild Jungfrau zu sehen. Sein Aufgang verschiebt sich bis Monatsende auf etwa 20:30 Uhr (MESZ).

Der Riesenplanet Jupiter ist weiterhin der Planet der ganzen Nacht. Er steht im Sternbild Zwillinge und geht im Osten schon in der Abenddämmerung auf. Mit einer Helligkeit von -2,2m ist er nach Sonne Mond und Venus das vierthellste Gestirn am Himmel. Gegen Monatsende geht er dann schon gegen etwa 3:45 Uhr (MESZ) unter.

Der Ringplanet Saturn ist im Januar sichtbar.
Etwa um 0:30 Uhr (MEZ) geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Waage auf - sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf kurz vor23:30 Uhr (MESZ) morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.
Am 30.3.2014 um 2:00 Uhr morgens (MEZ) wir die Zeit um eine Stunde auf Sommerzeit vorgestellt, es ist dann 3:00 Uhr( MESZ).
Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.