Monatlicher Nachthimmel

Mond

Der Anfang des Monats ist ein idealer Zeitpunkt für astronomische Beobachtungsnächte. Am 4. März ist Neumond und der Blick auf die Sterne wird nicht durch das Mondlicht gestört. Ab dem 10. März tritt der Mond immer mehr in Erscheinung und dominiert den abendlichen Nachthimmel. Am 19. März präsentiert sich schließlich der komplett beleuchtete Vollmond am Firmament. Bereits nach zwei weiteren Tagen, am 21. März, sind die ersten Abendstunden wieder mondfrei und können für Deep-Sky-Beobachtungen genutzt werden.

Sterne

Direkt unter dem Polarstern und dem Kleinen Bären findet man in diesem Monat die Sternbilder Kepheus und Drache. Schwenkt man weiter nach Westen, fällt zunächst die W-förmige Struktur der Kassiopeia auf. In direkter Nachbarschaft kann man auch das Sternbild Perseus und die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei erkennen.
Genau im Westen befindet sich der aufrecht orientierte Kopf des Stiers. Auffällig ist sein rotes Auge, der 65 Lichtjahre entfernte rote Riesenstern Aldebaran. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich auch die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.
Auf dem linken Horn des Stiers ist ein weiteres auffälliges Sternbild förmlich „aufgespiesst“: Der Fuhrmann mit dem 42 Lichtjahre entfernten Stern Kapella. Mit einem Teleskop kann man in dieser Himmelsregion auch drei sehr auffällige offene Sternhaufen beobachten.
Weiter im Süden sind zwei dominante Wintersternbilder zu finden: Der antike Jäger Orion und der Große Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.
Etwas höher über dem Südhorizont sind drei Sternbilder des Tierkreises aufgereiht: Die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux, der Krebs mit dem prächtigen offenen Sternhaufen Praesepe und der Löwe mit dem über 70 Lichtjahre entfernten Stern Regulus.
Tief im Osten zeigen sich schon die Vorboten des Frühlings. Das Sternbild Jungfrau und der Bärenhüter, auch Bootes genannt, mit dem hellen roten Riesenstern Arkturus.
Hoch im Nordosten finden wir schliesslich eine der bekanntesten Sternenformationen der nördlichen Hemisphäre: Den Großen Wagen. Diese Struktur, die in Nordamerika auch „The big dipper“ (deutsch: „Der große Löffel“) genannt wird, ist Teil des ausgedehnten Sternbilds Großer Bär.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Planeten

Venus ist während des gesamten Monats März, kurz vor Sonnenaufgang als Morgenstern im Südosten sichtbar. Jupiter zeigt sich nur noch in den frühen Abendstunden tief über dem Westhorizont. In der zweiten Monatshälfte geht der Riesenplanet bereits vor 19:30 Uhr unter und verlässt noch in der Dämmerung die Himmelsbühne. Der sonnennächste Planet Merkur bietet in der zweiten Monatshälfte, kurz nach Sonnenuntergang, eine der seltenen Gelegenheiten zur Beobachtung am Westhorizont. Mars hingegen kann auch im März nicht am Nachthimmel gesehen werden. Der rote Planet stand im Vormonat genau hinter der Sonne. Diese Stellung nennt man "Konjunktion". Auch in diesem Monat ist der Winkelabstand der beiden Himmelskörper zu klein für Beobachtungen. Saturn dominiert immer mehr den Nachthimmel. Am Monatsende geht er bereits um 19 Uhr am Osthorizont auf und ist die ganze Nacht im Sternbild Jungfrau zu sehen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre
  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre
  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre
  • Riegel: Mehrfachsternsystem im Sternbild Orion, Entfernung: 900 Lichtjahre
  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre
  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre
  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre
  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre
  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre
  • Mizar/Alkor: Doppelstern im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 80 Lichtjahre
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Mond

Der Monatsanfang ist ein idealer Zeitpunkt für astronomische Beobachtungsnächte. Am 3. Februar ist Neumond und der Blick auf die Sterne wird nicht durch das reflektierte Sonnenlicht unseres Erdtrabanten gestört. Ab dem 9. Februar tritt der Mond immer mehr in Erscheinung und dominiert den abendlichen Nachthimmel. Am 18. Februar kommt es schließlich zum zweiten Vollmond des Jahres.

Sterne

Im Norden fallen zunächst die markanten Sternbilder Kassiopeia und der Große Bär (bzw. Große Wagen) auf. Zu dieser Jahreszeit befinden sich beide Sternbilder in der ersten Nachthälfte auf fast gleicher Höhe über dem Horizont. In ihrer Mitte ist der Polarstern zu finden.
Im Westen verabschiedet sich Andromeda mit der imposanten Andromedagalaxie von der Bühne der Nacht. In den nächsten Monaten wird das Sternbild nur noch am Taghimmel erscheinen und für uns nicht mehr zu beobachten sein. Lässt man seinen Blick vom "Himmels-W" Kassiopeia westwärts zum Sternbild Perseus wandern, fällt auf halben Weg ein nebliger Fleck auf. Dies sind die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei, die sich in einer Entfernung von über 7000 Lichtjahren befinden. Weiter südlich stößt man auf den Stier. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.
Der Südhimmel wird jedoch von zwei anderen Sternbildern beherrscht: Dem antiken Jäger Orion und dem Großen Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.
Hoch im Osten ist in dunklen Nächten das eher unscheinbare Sternbild Krebs auszumachen. Mit einem Fernglas kann man in dessen Mitte einen prächtigen Sternhaufen mit dem Namen Praesepe (lat. für Krippe) finden. Tiefer am östlichen Horizont beginnt der Löwe seinen langen Marsch über den Nachthimmel. Sein hellster Stern, der über 70 Lichtjahre entfernte Regulus, befindet sich bei den Vorderpfoten des Raubtiers.
Blickt man in den Wintermonaten genau Richtung Zenith, fällt auf, dass alle hellen Sterne des Abendhimmels eine geschlossene Struktur bilden: das sogenannte Wintersechseck. Diese Konstellation ist aus folgenden Sternen aufgebaut: Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann und Aldebaran im Stier. In der Mitte des Sechsecks ist der rote Riesenstern Beteigeuze eingebettet.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Planeten

Der Riesenplanet Jupiter verabschiedet sich langsam vom Nachthimmel. In der Monatsmitte geht er bereits um ca. 21 Uhr am Westhorizont unter. Venus ist vor Sonnenaufgang als Morgenstern tief am Südosthorizont zu sehen. Im Laufe des Monats wird die im Fernrohr sichtbare Planetenscheibe jedoch immer kleiner, da sich der innere Nachbarplanet schneller als die Erde um die Sonne dreht und sich immer mehr von uns entfernt. Mars und Merkur erreichen im Februar ihre Konjunktion zur Sonne. Das heißt, sie befinden sich von der Erde aus betrachtet genau hinter der Sonne und sind somit in diesem Monat nicht beobachtbar.
Saturn geht zur Monatsmitte bereits um ca. 22 Uhr am Osthorizont auf und ist die ganze Nacht im Sternbild Jungfrau zu sehen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre
  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre
  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre
  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre
  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre
  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre
  • M46: Offener Sternhaufen mit planetarischem Nebel, Entfernung: 5500 Lichtjahre
  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre
  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Millionen Lichtjahre

 

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Mond

Am 4. Januar war ein besonderer Neumond am Himmel zu bewundern. Kurz nach Sonnenaufgang schob sich der Erdtrabant fast 70% zwischen Erde und Sonne und es kam zu einer in Deutschland sichtbaren partiellen Sonnenfinsternis!
Zur Monatsmitte, am 19. Januar, überstrahlt der Vollmond den gesamten Nachthimmel. Astronomische Beobachtungen sind während der Tage vor und nach diesem Zeitpunkt eher ungünstig.

Sterne

Beim Blick nach Norden befinden sich östlich bzw. rechts vom Polarstern die sieben Sterne des Großen Wagens. Diese Sternkonstellation ist Teil des größeren Sternbilds Großer Bär und wird in den nächsten Monaten immer höher am Abendhimmel zu finden sein. Im Westen steht das ausgedehnte "Herbstviereck", das aus den hellsten Sternen der Sternbilder Pegasus und Andromeda aufgebaut ist. Über uns, nahe des Zenit, thronen die Sternbilder Perseus und Fuhrmann sowie das berühmte "Himmels-W" Kassiopeia. Hoch im Süden zeigt sich der Stier mit seinem rötlichem Auge, dem Sternriesen Aldebaran. Etwas westlicher davon befindet sich das markante Siebengestirn der Plejaden.
Unterhalb des Stiers prangt das beeindruckendste Sternbild der Wintermonate: Orion, der Jäger der Antike. Der zentrale Teil, drei nebeneinander liegende helle Sterne, symbolisieren den Gürtel des Helden. Links oberhalb der Gürtelsterne wird die rechte Schulter durch den roten Riesenstern Beteigeuze dargestellt. Schräg gegenüber befindet sich der linke Fuß des Jägers, der bläulich-weiße Stern Rigel. Der hellste Stern des Nachthimmels ist jedoch die rund 9 Lichtjahre entfernte Sonne Sirius im Sternbild Großer Hund, das unterhalb des Orion zu finden ist. Über dem östlichen Horizont zeigen sich in den Januarabenden schon zwei weitere Sternbilder der Tierkreises: Der Krebs und die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Planeten

Der Riesenplanet Jupiter steht in diesem Monat noch als heller Lichtpunkt im Westen des Abendhimmels. Gegen Ende des Monats wird er jedoch bereits vor 22 Uhr untergehen.
Venus und Merkur erreichen in der Mitte des Monats ihre größte westliche Elongation. Das heißt, sie besitzen den maximalen Winkelabstand zur Sonne und können vor Sonnenaufgang tief am Südosthorizont gesehen werden. Der lichtschwache Merkur ist nur bis zum 17. Januar mit bloßem Auge zu beobachten, wohingegen die helle Venus im gesamten Monat als "Morgenstern" sichtbar ist. Durch ein Fernrohr betrachtet, sieht man die beiden Planetenscheiben derzeit nur zur Hälfte beleuchtet. Dieser Effekt (Dichotomie) tritt übrigens auch jedes Monat beim Halbmond auf und stammt daher, dass die Sonne die Himmelskörper von der Seite anstrahlt.
Der rote Planet Mars befindet sich derzeit auf seiner Bahn um die Sonne hinter unserem Zentralgestirn und ist somit nicht am Nachthimmel vertreten.
Saturn geht zu Monatsbeginn um ein Uhr nachts am Südosthorizont auf und beherrscht die zweite Nachthälfte. Im Laufe des Monats verschiebt sich der Aufgang immer weiter nach vorne. Ende Januar zeigt sich der Ringplanet bereits um 23 Uhr.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M31: Andromedagalaxie, Entfernung: 2.5 Millionen Lichtjahre
  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre
  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre
  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre
  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 5000 Lichtjahre
  • Bodes Galaxie M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Millionen Lichtjahre
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Millionen Lichtjahre

Anmerkungen

Alle Zeiten wurden in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.